Inklusion im NRV
Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Ganz gleich, welche Herkunft, welches Alter, welche Sprache und welche Behinderung: Im NRV kann grundsätzlich Mitglied werden, wer Interesse am Segelsport hat und die vorgesehene Unterstützung im NRV findet. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, Kindern mit und ohne Behinderung zusammen in unserem Jugendausbildungszentrum an der Alster das Segeln beizubringen. Unter dem Titel 'Verantwortung für morgen: Inklusives Segeln mitten in der Stadt' hat der NRV ein umfassendes Konzept entworfen, mit dem er nun neue Wege für die Zukunft aufmachen will.
Als Partner der Active City Hamburg sind wir sehr dankbar für die immense Unterstützung der Stadt: Mit € 485.000 fördert die die Hamburgische Bürgerschaft und die Bezirksversammlung Nord den Bau eines neuen Jugend- und Inklusionshafen. Diese Unterstützung zusammen mit einer große Zuwendung der HASPA aus dem HASPA Lotteriesparen und weiteren großzügigen Spenden einzelner Mäzenen ermöglichten es uns, dieses zukunftsweisende Leuchtturmprojekt zu realisieren.
FAQs zu unserem Projekt 'Verantwortung für morgen: Inklusives Segeln mitten in der Stadt' haben wir Ihnen hier zusammengefasst.
Wenn alle Menschen dabei sein können, ist es normal verschieden zu sein. Und alle haben etwas davon: Wenn es zum Beispiel weniger Treppen gibt, können Menschen mit Kinderwagen, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung viel besser dabei sein. Deshalb haben wir unser Clubhaus an der Alster soweit wie möglich barrierefrei gebaut. Der nächste Schritt ist der Umbau der Steganlagen für einen barrierefreien Zugang zu den Booten.
2026 gibt es folgende inklusive Regatten im NRV:
- Helga Cup .Inklusion
- GO SV 14
Ein ganz besondere Projekt aus dem Bereich Inklusion ist das Gemeinschaftsprojekt von FC St. Pauli Segeln und dem NRV "Gelebte Inklusion auf der Regattabahn", bei dem Seebehinderte, Gehörlose und Sehende gemeinsam in der Sportbootklasse J70 an den Start gegen.
Inklusion ist nicht nur Zukunft. Im NRV segeln seit je her erfolgreiche Segler mit Behinderung und gewinnen Weltmeister Titel und Olympische Medaillen für Deutschland. Die Förderung erfolgt in diesem Fall über das NRV Olympic Team, aus dem rund die Hälfte der Mitglieder des Hamburger Olympischen Segel Kaders kommen.
Beim Helga Cup haben in den letzten Jahren ganz selbstverständlich Seglerinnen mit Behinderung teilgenommen. Beim Helga Cup 2020 gingen wir erstmals neue Wege und haben eine zusätzliche Inklusions-Regattabahn ausgeschrieben, auf der inklusive Teams in der neuen S\V 14 an den Start gingen. Mit dabei Helga Cup Schirmherrin und mehrfache Olympiasiegerin Kristina Vogel sowie Paraolympicschwimmstar Kirsten Bruhn.
Kristina Vogel hat nich nur die Schirmherrschaft für den Helga Cup - die weltweit größte reine Frauenregatta - übernommen, sondern segelte 2020 selbst mit: »Selten hab ich mich so frei gefühlt - endlich wieder ich, und nicht ich im Rollstuhl«
In einer inklusiven Welt sind alle Menschen offen für andere Ideen. Das sind wir natürlich auch. Wenn Sie Ideen haben oder uns bei unserer Arbeit unterstützen wollen, dann nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf unter inklusion@nrv.de.
Trainings, Regatten, Erlebnisse - NRV Nachrichten aus dem Bereich Inklusion:
INKLUSIVES SEGELN MITTEN IN DER STADT - VERANTWORTUNG FÜR MORGEN
Der Norddeutsche Regatta Verein, startet eine weitläufige Inklusionsoffensive, die es so noch nicht gegeben hat. Nicht einzelne Inklusionsveranstaltungen stehen im Mittelpunkt, sondern der Verein verfolgt ein umfassendes Konzept mit durchdachten Booten, neuem Hafenbereich, speziellen Trainingskonzepten, eigenen Regatten und - ganz im Sinne von „Wir“ - mit einem weitverspannten Netzwerk. Unterstützung findet er dafür nicht nur in den eigenen Reihen, bei Förderern und Mäzenen des Vereins, sondern auch in der öffentlichen Hand. Die Hamburgische Bürgerschaft unterstützt das Projekt mit insgesamt 400.000 Euro. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Landesparlament gestern am 12. Februar.
13.02.2020ROLLI-SUP REGATTA FÜR FRAUEN-CREWS IM RAHMEN DES HELGA CUP 2020
Der Helga Cup und der Helgahard Cup werden 2020 inklusiv. Bei beiden Regatten haben Segler*innen mit Handicap die Möglichkeit auf neuen Inklusionsbooten, Far East SV 14, Regattaluft zu schnuppern und den sportlich fairen Wettkampf auf dem Wasser mitzuerleben. Und wäre das nicht schon aufregend genug, findet im Rahmen des Helga Cups auch noch eine Rolli-SUP Regatta für Frauen-Crews statt!
05.02.2020BERICHT ÜBER DIE NRV INKLUSSIONS- UND INTEGRATIONSOFFENSIVE
Der NRV hat eine große Inklusions- und Integrationsoffensive gestartet. Hafen und Clubhaus sollen barrierefrei um- und ausgebaut werden. SPD und Grüne wollen das Projekt mit bis zu 450.000 Euro unterstützen. Einen großen Artikel dazu, hat das Hamburger Abendblatt in seiner gestrigen Ausgabe veröffentlicht.
15.01.2020NICHT VERPASSEN! MELDEBEGINN HELGAHARD CUP
Am 12. Januar ab 12 Uhr ist es soweit - die Meldeplattform für den Helgahard Cup wird auf manage2sail.com geöffnet! Einige namhafte Segler haben schon im Vorfeld ihr Interesse bekundet und wollen auf jeden Fall teilnehmen. Dazu zählen unter anderen Constanze Stolz, Frank Schönfeld, Silke Basedow, Andreas Willim, Tobias Schadewaldt, Marcus Baur und Florian Haufe. Deswegen heißt es: schnell anmelden, denn das Meldelimit liegt bei 48. Sind diese erreicht, wird die Plattform wieder geschlossen.
15.01.2020EHRUNG FÜR BESONDERES GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT
Bei der Preisverleihung "Sterne des Sports" in Gold 2018 in Berlin wurde der Verein SAIL UNITED, den unser Mitglied Heiko Kröger intensiv unterstützt, mit dem 2. Platz geehrt - herzlichen Glückwunsch! Vor einem Publikum von über 400 Gästen konnte sich der Lübecker Verein für seine Initiative "Mit Wassersport - gemeinsam barrierefrei" über eine Scheck in Höhe von 7.500 Euro freuen.
23.01.2019
Inklusives Segeln mit der S\V 14
WIR. ALLE. SEGELN. Das ist unsere Auffassung von INKLUSION im SEGELSPORT. Und genau dafür ist die S\V 14 das perfekte Boot. Egal ob körperlich beeinträchtig oder nicht - dieses Boot macht Spaß. Rassige Linien eines hochmodernen Racers werden bei der S\V 14 kombiniert mit ausgefeilter Technik und dem notwendigen Ballast, damit auch Menschen mit einem Handicap segeln können. Konkret: ein schneller Rumpf mit ergonomischen, speedverheißenden Linien mit ungewöhnlichen individuell anpassbaren Aufbauten wie Schalensitze, Fahrradlenker, elektrische Sitzverstellung und und und. Das Boot eignet sich für die unterschiedlichsten Beeinträchtigungen genauso wie für ältere Menschen, die aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht mehr auf den üblichen Segelbooten zurechtkommen. S\V 14 Segeln heißt Segeln ohne Langeweile: auch fortgeschrittene Segler finden auf der FarEast S\V 14 ihre Herausforderung, weil Gewichts-, Größen- oder Kraftvorteile nebensächlich werden und damit der taktische Vergleich in den Vordergrund rückt. Wir. Alle. Segeln. Die S\V 14 ist genau dafür das perfekte Boot.
Inklusives Segeln mit dem 2.4 mR
Die 2.4 mR ist eine der ältesten inklusiven Segelklassen überhaupt. Hier segeln Männer, Frauen, körperliche Beeinträchtigte und Menschen ohne Beeinträchtigungen jeden Alters mit viel Spaß gegeneinander über den Regattaparcour. Der NRV hat zwei 2.4 mR, die den Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden. Regelmäßige Trainings in Zusammenarbeit mit der KV komplettieren das Angebot:
Ansprechpartner für Inklusion im NRV sind NRV Vorsitzender Tobias König und Inklusionsbeauftragter Dirk Wetzel.
Das BAT Sailing Team und der Helga Cup werden von Sven Jürgensen betreut.
Mit dem NRV Leuchturmprojekt "Verantwortung für morgen" wurden Tobias König und Sven Jürgensen in der Zeitschrift handicap.life zu "Gedankengebern" :
»Nicht darüber reden, was nicht geht, sondern machen, was geht«
Inklusion im Segelsport ist ein Thema, das mal mehr, mal weniger Raum findet. Welche Aufmerksamkeit es in der Öffentlichkeit erfährt, ist vor allem davon abhängig, wie vielen Menschen mit Behinderung Zugang zu den Möglichkeiten des inklusiven Segelns geboten wird. Im Ehrenamt erfordert es viel Zeit, Überzeugung und Idealismus, komplett neue Wege zu gehen und sich neue Felder zu er- schließen.
Wir als Norddeutscher Regatta Verein haben viel Erfahrung damit, wie müh- sam es am Anfang ist. Aber mithilfe unseres weitläufigen Netzwerkes und vor allem erfahrener Paras-Seg- ler des Vereins haben wir nun ein Konzept erarbeitet, das sehr gut kopierbar ist und das vor allem genau davon lebt, dass es nachgeahmt und zusammen mit Partnern und Institutionen weiter ausgebaut wird. Wir haben eine Flotte neuer, speziell fürs inklusive Segeln geeigneter Boote angeschafft, die wir nicht nur den Trainings- und Lerngruppen zur Verfügung stellen, sondern die auch auf die Regattabahn gehen und deren Bilder in die Öffentlichkeit kommen. Wir sehen unser Konzept unter dem Motto „Verantwortung für die Zukunft“ und wollen Leuchtturm für an- dere sein. Gemeinsam ist man einfach stärker. Viele Partner haben wir schon an Bord. Wir haben die Unterstützung der Stadt Hamburg und die des Weltsegelverbandes. Und: Wir haben vor allem begeisterte Segler und Seglerinnen, die mit strahlenden Augen für die ersten Regatten trainieren!
Tobias König und Sven Jürgensen
Einen Eindruck von der Begeisterung, der Motivation und der Lebensfreude, die wir alle beim inklusiven Segeln erleben können, vermittelt ein Filmbeitrag vom NDR, der mit einem Kamerateam Gregor Ronig und seine Tochter Noa bei der ersten inklusiven Segel WM auf der Alster begleitete.