Zwei Rennsiege, 600 Meter Vorsprung – und trotzdem bleibt dem deutschen SailGP Team beim Heimrennen vor Sassnitz das Finale knapp verwehrt. Vor 15.000 Fans zeigt das Team seine bislang stärkste Saisonleistung. Den Grand Prix gewinnt Australien vor Kanada und Spanien.
Am Samstag siegte Deutschland in Race 5, dem dritten Rennen der Gruppe B. Zugleich schrieb Sassnitz erneut SailGP Geschichte: Das französische DS Automobiles SailGP Team erreichte 107,63 km/h und übertraf damit den Geschwindigkeitsrekord, der ein Jahr zuvor an gleicher Stelle aufgestellt worden war.
Am Sonntag änderten sich die Bedingungen komplett. Starkregen schränkte die Sicht ein, böige und löchrige Winde bis 40 km/h machten den Kurs schwer berechenbar.
Im vierten Rennen der Gruppe B erwischte das deutsche Team keinen guten Start und lag zunächst am Ende des Feldes. Dann zog auf seiner Kursseite der Wind durch. Während die Konkurrenz von den Foils fiel, hielt das GER Team den F50 in der Luft.
„In Rennen 4 haben wir genau diesen einen Windstrich getroffen. Das hat uns vom Ende des Feldes nach ganz vorne gebracht“, beschrieb Strategin Anna Barth im Nachgang den Rennverlauf.
Im Ziel lag das deutsche Team ganze 600 Meter vor dem kanadischen NorthStar Team. Der zweite Rennsieg brachte nun den Finaleinzug wieder in Reichweite. Doch im letzten Qualifikationsrennen misslang erneut der Start. Diesmal ließ sich der Rückstand nicht mehr drehen. Das Team wurde Fünfter und verpasste das Finale knapp.
Im Finale setzte sich dann Australien früh ab und feierte den fünften Grand-Prix-Sieg der Saison. Kanada belegte Rang zwei vor Spanien und Neuseeland.
Das deutsche Team liegt nach neun Events mit 32 Punkten auf Rang acht der Saisonwertung. Vier Veranstaltungen stehen noch aus, um das Saisonziel Platz sechs zu erreichen. Der nächste Grand Prix findet am 5. und 6. September in Valencia statt.
Nach Sassnitz kehrt SailGP wohl am 14. und 15. August 2027 zurück.
Vom Team hieß es dazu: "2027 kommt SailGP wieder nach Sassnitz. Wir arbeiten daran, dass diese Geschichte noch lange weitergeht."