Day 7 - The Ocean Race Atlantique - 08/09/2026
© Gauthier Lebec I Team Malizia

Boris Herrmann hat das erste The Ocean Race Atlantic auf dem vierten Platz beendet – nach acht Tagen und rund 3.000 Seemeilen von New York nach Lorient. Es war die erste große Bewährungsprobe der brandneuen Malizia 4. Im Ziel trennten die ersten vier Boote nur 27 Minuten.

Dabei lag die Malizia früh vorn, zeitweise mit 43 Seemeilen Vorsprung. Am Samstagmorgen rammte sie ein Meerestier, das Backbord-Foil wurde beschädigt. Die Crew stoppte, reparierte notdürftig nach Anweisung des Shore-Teams – und konnte den Anstellwinkel des Foils danach nicht mehr verstellen. Der Rückstand wuchs auf bis zu 119 Seemeilen.

Herrmann und seine Mannschaft – Cole Brauer, Justine Mettraux, Julien Villion und Onboard-Reporter Gauthier Lebec – kämpften sich zurück. In leichten Winden schrumpfte der Abstand Meile um Meile. Am Ende fehlten der Malizia nur fünf Minuten auf Rang drei.

Einen Titel nahm das Team trotzdem mit: den Gesamtsieg im neuen Super Sprint, den täglichen 20-Minuten-Duellen während der Live-Shows.

„Auch nach dem Schaden am Foil hat die Crew nie ans Aufgeben gedacht und gemeinsam Lösungen gefunden. Wir haben in diesem Rennen viel gelernt und konnten das enorme Potenzial des neuen Bootes sehen", sagt Herrmann.

Als Nächstes steht die Route du Rhum an – Herrmanns erstes Solorennen auf der Malizia 4. Im Januar 2027 startet dann in Alicante das The Ocean Race rund um die Welt.