Der Bajazzo-Preis 2026 geht an Dirty Harry. Mit den Plätzen 1, 2, 2 und 3 setzte sich GER 1087 mit Dirk Rose, Jens Niemann und Michael Haidinger bei der traditionsreichen Drachen-Regatta im NRV durch. Auf Rang zwei folgte Tovemit Frank Schönfeldt, Jasper Frese und Jan Eike Maaß, Dritter wurde WooDo mit Thomas Dehler, Caspar Dohse und Marcel Vockel.
Dabei begann das Wochenende einmal mehr mit viel Geduld. Am Samstagmorgen war auf der Alster zunächst kaum Wind zu finden. Die Wettfahrtleitung fuhr trotzdem hinaus, suchte Windfelder und fand schließlich genug Druck, um die 23 Drachen auf den Kurs zu schicken. Unter schwierigen, typischen Alsterbedingungen kamen so am Ende doch vier Wettfahrten zustande. Mehr würden es nicht werden, denn am Sonntag ging nichts mehr.
Sportlich war die Richtung damit früh vorgegeben. Dirty Harry von Dirk Rose gewann die erste Wettfahrt und blieb danach die gesamte Regatta über an der Spitze. Nach zwei Rennen führte die Crew mit 3 Punkten, nach drei Wettfahrten mit 5. Dahinter sortierte sich das Feld immer wieder neu: Nach zwei Wettfahrten lag Windhose auf Rang zwei, nach drei Rennen blieb das Boot ebenfalls erster Verfolger, ehe sich Tove mit einem Sieg im letzten Lauf noch auf Platz zwei nach vorne schob. WooDo segelte mit den Einzelplätzen 6, 3, 4 und 2 auf Rang drei.
Der Bajazzo-Preis gehört zu den traditionsreichen Drachen-Regatten im NRV und hat dabei seine eigene Logik. Gesegelt wird zwar als Ranglistenregatta an zwei Tagen, die Preiswertung folgt jedoch nicht einfach dem üblichen Regattaergebnis. Entscheidend ist die sogenannte Smut-Formel, bei der ein Sieg umso höher bewertet wird, je größer das gestartete Feld der jeweiligen Wettfahrt ist. Gerade deshalb kann es beim Bajazzo-Preis vorkommen, dass am Ende nicht automatisch der Sieger der Regatta auch den Preis bekommt.
In diesem Jahr fiel beides allerdings zusammen. Dirty Harry gewann die Regatta – und damit auch den Bajazzo-Preis.
