Bei den Regates Royale vor Cannes setzte sich Jens Kellinghusen mit seiner Varuna VII nach vier Wettfahrten über fünf Regattatage mit fünf Nettopunkten durch. Die Bilanz: ein Wettfahrtsieg, zwei zweite Plätze und ein vierter Rang als Streicher. Damit gewinnt die Varuna VII vor zwei traditionsreichen Q-Class-Yachten: Patrick Monteiro de Barros belegte mit der 1930 gebauten „Falcon“ Rang zwei, Mauro Piani wurde mit der 1925 von Johan Anker gezeichneten „Leonore“ Dritter.
Der Erfolg in Cannes war zugleich der Schlusspunkt einer starken Serie. In die Jahreswertung flossen die Regatten in St. Tropez 2025 sowie Antibes, Barcelona, Mahon und Cannes 2026 ein. Die Varuna VII hatte schon in St. Tropez 2025 mit den Einzelplatzierungen 1, 1 und 2 die Klasse Epoque Marconi A gewonnen. In Barcelona folgte ein weiterer Klassensieg.
Auch die Bedingungen vor Cannes waren abwechslungsreich. Der Dienstag fiel wegen Flaute komplett aus. Am Mittwoch segelten die Klassiker bei rund zehn Knoten Ostwind und leichter Welle, am Donnerstag bei rund 15 Knoten aus Süd bis Südwest. Der Veranstalter sprach von „champagne sailing“. Erst am Freitag wurde es kräftiger.
„Gesegelt wurde bei sommerlichen Temperaturen und meist leichten Brisen. Lediglich am Freitag war etwas mehr Wind, aber immer schönes glattes Wasser in der Bucht von Cannes“, berichtet Christina von Stempel.
Mit dem Klassensieg bei den Régates Royales stand auch der Jahresgesamtsieg fest. Die Preisverteilung der Serienwertung findet während der Voiles de Saint-Tropez statt.