Zweimal NRV bei der Weltmeisterschaft der historischen 12mR-Yachten auf dem Podium: Patrick Howaldt holt mit „Vim“ Silber, Thomas „Tommi“ Müller wird mit „Jenetta“ Dritter.
Die Entscheidung um den WM Titel vor Marstrand war bis zum Schluss spannend. Nach zwölf Rennen und einem Streicher gewinnt die „Northern Light“ mit dem schwedischen America’s-Cup- und Matchrace-Segler Magnus Holmberg Gold. Nur einen Punkt dahinter folgt Howaldts „Vim“. Tommi Müller beendet die Serie mit seiner „Jenetta“ einen weiteren Punkt dahinter auf Rang drei.
Schon nach den ersten vier Rennen hatten sich beide NRV Segler in der Spitzengruppe festgesetzt. „Jenetta“ lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang zwei, „Vim“ auf Rang drei. Bis zum letzten Tag blieb die Weltmeisterschaft offen. Nach einer zunächst windlosen Wartezeit wurden am Sonnabend noch zwei Rennen gesegelt. Der nordwestliche Wind nahm dabei von 12 bis 16 auf bis zu 22 Knoten zu.
Marstrand bot dafür eine besondere Bühne. Die autofreie Insel nördlich von Göteborg gilt als Schwedens Segelhauptstadt und liegt dort, wo die westschwedischen Schären in die offene See übergehen. Neben New York, Kiel, Flensburg und Kopenhagen ist Marstrand seit 2011 offiziell eine Station des 12 Metre Yacht Club. Die Idee entstand ein Jahr zuvor beim „Return of the Legends“ in Newport, erster Leiter wurde der schwedische America’s-Cup-Segler und Konstrukteur Pelle Petterson. Heute wird die Station vom Göteborgs Seglarklubb getragen, der die Weltmeisterschaft gemeinsam mit Marstrands Segelsällskap ausrichtete.
Für „Jenetta“ war es das zweite WM-Podium in Folge. Bereits 2024 hatte Müller die Vintage-Weltmeisterschaft als Zweiter beendet – damals fehlte ebenfalls nur ein Punkt auf „Northern Light“. Howaldt kehrte mit „Vim“ nach dem WM-Titel von 2021 auf das Podium zurück.
Dass ausgerechnet diese beiden Yachten nebeneinander auf den Plätzen zwei und drei landeten, hat Geschichte. „Vim“ und „Jenetta“ wurden beide 1939 gebaut und trafen schon in ihrer ersten Saison aufeinander. Damals war „Jenetta“ das einzige britische Boot, das die von Harold Vanderbilt gesteuerte „Vim“ bezwingen konnte: Nach 27 Seemeilen betrug der Vorsprung gerade einmal zwei Sekunden.
Weitere Infos auf der Webseite der 12mR WM-->