Richard Schultheis verpasst knapp WM-Medaille in Malcesine. Der 20-Jährige NRV Olympic Team 49er Steuermann  lag bei der Motten-Weltmeisterschaft am Gardasee bis zum Schlusstag auf einem Medaillenplatz, fiel dann aber mit Rang elf im letzten Lauf noch auf Platz fünf zurück.

Der in Berlin geborene 49er-Segler, der mit seiner Familie auf Malta aufwuchs, hatte sich bei der WM mit 137 Teilnehmern aus 25 Nationen konstant im Spitzenfeld gehalten. Drei weitere geplante Läufe konnten aufgrund instabiler Windverhältnisse nicht mehr ausgetragen werden – eine Chance zum erneuten Vorrücken blieb ihm damit verwehrt.

Weltmeister wurde der Franzose Enzo Balanger vor dem Australier Tom Slingsby und Jacob Pye aus Neuseeland. Slingsby hatte den entscheidenden letzten Lauf gewonnen und sich damit noch von Platz fünf auf Silber verbessert. Richards Schwester Victoria Schultheis gewann im Übrigen den Frauen-Weltmeistertitel für Malta.

Für Schultheis, der seit dieser Saison unter deutscher Flagge startet, war es bereits die zweite starke Motten-WM-Platzierung. Schon als 19-Jähriger hatte er bei der letzten Weltmeisterschaft den fünften Platz belegt und damit seine Weltklasse-Qualitäten unter Beweis gestellt.

Der  NRV Olympic Team Segler  konzentriert sich nun wieder auf den 49er. Mit seinem Berliner Vorschoter Fabian Rieger vom Seglerhaus am Wannsee hatte er bereits bei der Trofeo Princesa Sofía und der Semaine Olympique Française Silber gewonnen. Das Duo bereitet sich jetzt auf die 49er-Weltmeisterschaft vor, die vom 7. bis 12. Oktober vor Cagliari stattfindet.

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