Acht Tage rund Großbritannien und Irland, vorbei an den Shetlands und Muckle Flugga bis zurück in den Solent: NRV Mitglied Jens Kellinghusen und seine Crew haben mit der „Varuna 6“ das RORC Round Britain and Ireland Race als zweites Einrumpfboot beendet. Am Montag, 17. August, überquerte die Ker 56 um 13.37 Uhr britischer Zeit die Ziellinie des Royal Yacht Squadron in Cowes.

Für die 1.805 Seemeilen lange Strecke benötigte die „Varuna 6“ acht Tage, sieben Minuten und 19 Sekunden. Nach berechneter IRC-Zeit blieb sie hinter der Volvo 70 „Pace“ von Johnny Vincent, die damit in IRC Zero vorne liegt. Für die „Varuna 6“ zeichnet sich in der Klasse Platz drei ab.

Navigator Mike Broughton sprach nach der Ankunft von einem langen Rennen mit enormen navigatorischen Anforderungen – und hob besonders Kellinghusens Leistung hervor. Mit 79 Jahren ist der Hamburger der älteste Segler im diesjährigen Feld:

"Es ist ein langes Rennen mit einem enormen navigatorischen Aufwand, deshalb sind wir sehr froh, wieder in Cowes zu sein. Ein großes Kompliment an das gesamte Team, ganz besonders an unseren Eigner Jens Kellinghusen. Mit 79 Jahren ist Jens der älteste Segler im Rennen – das ist eine enorme Leistung.
Dieses Rennen ist hart, besonders auf einer Carbon-Maschine wie der ‚Varuna 6‘. Das Boot ist seit der ersten Nacht nass, und unter Deck ist es wie in einem schwarzen Loch. Aber genau das gehört zu dieser Herausforderung dazu. Wir sind sehr glücklich, mit dem Boot und allen Menschen an Bord heil ins Ziel gekommen zu sein.“

Während die „Varuna 6“ jetzt bereits wieder in Cowes liegt, läuft das Rennen weiter. 27 Yachten waren am Montagnachmittag noch auf der Strecke. In mehreren Klassen sind die Entscheidungen weiter offen, insbesondere in IRC One, IRC Two und bei den Class40.

Das RORC Round Britain and Ireland Race führt nonstop über rund 1.800 Seemeilen gegen den Uhrzeigersinn um Großbritannien und Irland. Die 2026er Ausgabe markiert das 50-jährige Bestehen des Rennens. Gestartet waren am 9. August 33 Yachten mit 182 Seglerinnen und Seglern aus 22 Nationen.