Marcus Brennecke holt mit seiner „Hatari“ Bronze beim ersten Cape 31 Gold Cup in Saint-Tropez. Nach zehn Wettfahrten belegt das Team mit 63 Punkten den dritten Platz unter 28 Booten. Gold ging an die türkische „Eker Süzme“ von Ahmet Eker, Silber an die „Django“ von Vittorio Lombardi Stronati.

Mit einem Sieg in der ersten Wettfahrt erwischte „Hatari“ einen starken Start in den Gold Cup. Bei leichtem, drehendem Wind führte die Crew das Feld vom Start bis ins Ziel an. Auch im weiteren Verlauf behauptete sie sich in der Spitzengruppe. Zwei Frühstarts am zweiten Wettfahrttag kosteten Punkte, doch vor dem Finale lag „Hatari“ weiterhin auf Podiumskurs.

Am Samstag wurden noch zwei Wettfahrten gesegelt. Während sich „Django“ mit einem zweiten Platz im letzten Rennen von Rang vier auf Silber verbesserte, behauptete „Hatari“ ihren dritten Gesamtrang. Die Plätze zwölf und 21 reichten, um die Bronzemedaille zu sichern. Der 21. Platz wurde als schlechtestes Ergebnis gestrichen.

Brennecke zeigte sich anschließend zufrieden. Die beiden Frühstarts hätten es seiner Crew schwerer gemacht, erklärte er gegenüber der Cape 31 Class Association. Er lobte die Wettfahrtleitung, die Leistung der türkischen Sieger und die hohe Leistungsdichte des Feldes:

"Es war eine großartige Woche. Wir hatten einen sehr guten Wettfahrtleiter, der meiner Meinung nach alles perfekt gemacht hat. Und ‚Eker Süzme‘ hat verdient gewonnen. Die Crew ist die ganze Woche über sehr gut gesegelt. Bis auf eine schlechte Wettfahrt war sie ausgesprochen konstant.
Wir hatten unsere Schwierigkeiten, unter anderem mit zwei Frühstarts am zweiten Tag. Damit haben wir es uns selbst etwas schwerer gemacht. Aber am Ende sind wir mit dem dritten Platz zufrieden.
Das Feld ist unglaublich ausgeglichen. Es ist großartig, mit einer so starken Flotte zu segeln. Die Konkurrenz ist enorm, und wie immer kommt es darauf an, gut von der Startlinie wegzukommen.
Es war eine tolle Veranstaltung mit starker Konkurrenz und einer hervorragenden Organisation. Was soll ich sagen? Ich bin glücklich."

An Bord der „Hatari“ segelten neben Brennecke auch Nic Asher, Elliot Willis, Will Ryan, Carl Rupp, Ole Burzinski und Joe Drake.

Von der Melges 32 in die Cape 31

Mit Max Augustins „H.E.A.T.“ war ein weiteres bekanntes Team aus dem NRV in Saint-Tropez am Start. Die Mannschaft hatte sich in der Melges 32 einen Namen gemacht und von 2022 bis 2025 viermal in Folge den Weltmeistertitel in der Corinthian-Wertung gewonnen.

Nun stellte sich die Crew einer neuen Herausforderung. Augustin hatte seine Cape 31 erst im Juli erworben. Mit dabei waren unter anderem Malte Winkel, David Heitzig, Johann Kohlhoff, Mats Schönebeck, Dorian Heitzig, Svea Wrede und Anton Germershausen.

Bei der Premiere im neuen Boot belegte „H.E.A.T.“ den 25. Gesamtrang. Ihre beste Platzierung erzielte die Crew mit Rang acht in der vorletzten Wettfahrt.

Wie eng die Konkurrenz beim ersten Cape 31 Gold Cup beieinanderlag, zeigte die Bilanz der vier Regattatage: Zehn Wettfahrten brachten zehn verschiedene Sieger hervor. Den ersten Tagessieg holte „Hatari“.