Lyø Rund ist für viele NRV Segler eine Langstreckenregatta fast vor der Haustür. Zahlreiche Yachten liegen ohnehin in Kiel, Kappeln, Sønderborg oder Glücksburg. Trotzdem war der NRV beim diesjährigen Auftakt der Flensburger Fördewoche kaum vertreten.

Einer, der die Gelegenheit nutzte, war Sven Claussen. Das NRV Mitglied segelte mit seiner Grand Soleil 34 „Manta Ray“ in der Kategorie Yardstick fully crewed. Claussen nennt Lyø Rund "die kleine Schwester des Blue Ribbon Cups": weniger aufwändig, auf einen Regattatag begrenzt und mitten in einem der schönsten Segelreviere der Ostsee.

Normalerweise führt der rund 80 Seemeilen lange Kurs aus der Flensburger Förde hinaus, um die dänische Insel Lyø und durch die Dänische Südsee. Dabei wechseln geschützte Passagen mit offenem Wasser, Kreuzkurse mit schnellen Raumschotstrecken.

In diesem Jahr musste Lyø allerdings warten. Wegen der angekündigten Starkwindbedingungen verkürzte der Flensburger Segel-Club die Regatta auf die 36 Seemeilen lange Ersatzbahn 4. Sie führte von Glücksburg bis vor Sønderborg. Auf der Förde erreichte der Wind bis zu 35 Knoten.

Fünf Yachten hatten für die Yardstick-Wertung gemeldet, vier starteten und nur zwei erreichten das Ziel. Auch in der ORC-Club-Wertung blieb das Feld klein. Für Claussen ein Grund mehr, schon jetzt für die nächste Ausgabe zu werben – gerade im NRV.

„Es geht nur um einen Tag Regattasegeln“, sagt er. „Es kann ein schöner Altweibersommertörn werden oder, wie diesmal, ein sehr windiger Frühherbstritt.“

Wer sein Boot ohnehin an der westlichen Ostsee liegen hat, braucht für Lyø Rund also keine ganze Regattawoche zu planen. Ein Tag auf dem Wasser genügt. Und vielleicht stehen beim befreundeten Flensburger Segel-Club im kommenden Jahr ein paar mehr NRV Yachten an der Startlinie.

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