Ende Januar stiegen Seidel und Conrad beim Mallorca-Trainingslager in den 420er ein. Es folgten ein weiteres Trainingslager auf Mallorca und das März-Trainingslager in Hyères. Bestens gerüstet schafften die beiden im Frühjahr die Qualifikation zur Weltmeisterschaft in der Türkei. Mit ihnen zusammen qualifizierten sich sechs NRV-Teams.

Anstatt zur Kieler Woche fuhren alle sechs Teams nach Urla in die Türkei. Auf der Karte sah der Veranstaltungsort noch wie eine Steinwüste aus, die Segelbedingungen sollten ähnlich wie am Gardasee sein: ab 13:15 Uhr täglich 15 Knoten plus. So wurde es versprochen.

Der Veranstaltungsort verwandelte sich innerhalb einer Woche zu einer voll funktionsfähigen WM-Basis. Die Steinwüste wich frisch gegossenen Betonplatten, Bürocontainern, Zelten, Rampen, Foodtrucks und einer Kaffeebar. Die Bedingungen im Vortraining kamen wie versprochen – fast etwas zu viel. Auch die ersten drei Regattatage blieb der Wind wie versprochen.

die NRV U15- und U17-Teams hatten ordentlich zu kämpfen. Nach drei Tagen änderte sich plötzlich das Wetter: Leichtwind mit vier bis sechs Knoten waren die neuen Bedingungen. Schon im Wintertraining auf Mallorca hießen solche Verhältnisse „Vivi-und-Friedrich-Wind".

Mit zwei Überraschungssiegen – Platz eins und drei – katapultierten sie sich in letzter Sekunde aufs Podest. Vize-Weltmeister U15.

Der frühe Wechsel in den 420er hat sich ausgezahlt. 

Wir blicken gespannt auf die nächste Saison!