Michael Zankel gewinnt in Medemblik den vierten und letzten Dragon Grand Prix der europäischen Serie 2026. Gemeinsam mit Diogo Pereira und João Matos Rosa holte der amtierende Europameister NRV Steuermann auf der „EASY“ zugleich den Titel bei der offenen niederländischen Meisterschaft.
Grant Gordon ging noch mit fünf Punkten Vorsprung in die finale Wettfahrt, aber es sollte nicht reichen: Mit einem Bullet im letzten Lauf sicherte sich Zankel den zweiten Grand-Prix-Sieg innerhalb einer Saison, während Gordon schlussendlich nicht mehr ins Ziel fuhr. Zugleich griff nach dem fünften Rennen der Streicher: „EASY“ strich Platz neun und schob sich mit zwölf Punkten an der britischen „Louise Racing“ vorbei. Gordon, Luke Patience und Ruairidh Scott blieben bei 15 Punkten.
Nach seinem Sieg am Balaton war es bereits der zweite Grand-Prix-Erfolg des amtierenden Europameisters in diesem Jahr. Den EM-Titel hatte Zankel im Juli ebenfalls gemeinsam mit Pereira und Matos Rosa auf der unter portugiesischer Segelnummer startenden „EASY“ vor Helsinki gewonnen.
Für fünf Rennen brauchte die Flotte in Medemblik vier Tage. Am Donnerstag fiel der erste Startschuss erst um 16.15 Uhr. Dirk Neukirchen, Lars Hendriksen und George Leonchuk gewannen den Auftakt.
Am Freitag blieben die Drachen im Hafen. Das KNMI warnte für Nordholland und das IJsselmeer vor Böen zwischen 75 und 90 Kilometern pro Stunde. Auch am Samstag begann das einzige Rennen des Tages erst am späten Nachmittag. Um 16.05 Uhr ging die Flotte auf den Kurs, diesmal gewannen Alexander Kudlich, Robert Stanjek und Kilian Weise.
Am Sonntag ließ das Wetter drei Rennen zu. Jan Bakker gewann den ersten Lauf des Tages, Grant Gordon den zweiten. Im fünften und letzten Rennen holte sich „EASY“ den Sieg.
Zankel, Pereira und Matos Rosa beendeten die Regatta mit den Plätzen 4, 5, 2, 9 und 1. Hinter Gordon segelten Andy Beadsworth, Enes Çaylak und Kivanc Sevinc mit 20 Punkten auf Rang drei.
Auch Christoph Toepfer, Markus Koy und Diego Negri beendeten den Grand Prix in den Top Ten. Nach Platz zwei beim vorherigen Grand Prix in Cowes segelte die Crew der GER 11 „AURORA“ in Medemblik mit den Plätzen 3, 12, 4, 19 und 8 sowie 27 Punkten auf Rang acht.
Medemblik bildete nach Sanremo, dem Balaton und Cowes den Abschluss der europäischen Grand-Prix-Serie. Zankel wurde mit elf Punkten Zweiter der Standfast-Trophy-Wertung. Der Gesamtsieg ging mit neun Punkten an Graham Bailey, Rang drei belegte Bo Johansen.
„Es war eine wunderschöne Regatta mit wahnsinnig engagierten und freundlichen Menschen. Alles hat extrem gut geklappt, die Atmosphäre war sehr herzlich – es hat einfach richtig Spaß gemacht“, sagte Michael Zankel nach der Siegerehrung.