Fotos: ©Sailing Energy /TROFEO S.A.R. SOFIA Iberostar
Die neue Saison beginnt für das NRV Olympic Team mit zwei Podiumsplätzen auf Mallorca. Bei der 55. Trofeo Princesa Sofía gewinnen Richard Schultheis und Fabian Rieger Gold im 49er, Sophie Steinlein und Catherine Bartelheimer sichern sich Silber im 49er FX. Insgesamt erreichen vier Segler des NRV Olympic Team das Medaillenfinale. Dazu Philipp Buhl und Nik Willim mit bemerkenswerten Ausrufezeichen.
Vor einem Jahr standen Schultheis und Rieger in Palma bei ihrer ersten gemeinsamen Regatta noch auf Platz zwei. Zwölf Monate später kehren sie zurück und gewinnen. Im 49er-Feld mit 101 Teams setzt sich der 20-jährige NRV-Steuermann gemeinsam mit seinem zehn Jahre älteren Vorschoter Fabian Rieger vom VSaW gegen die internationale Spitze durch. In den beiden Medaillenrennen bei zehn bis 14 Knoten segeln sie auf die Plätze 4 und 1 und drehen die Serie ganz nach vorn. „Wir sind über die gesamte Woche die Leiter hochgeklettert. Heute war da noch ein Platz zu gewinnen. Und wir haben ihn gewonnen“, sagt Rieger. Der Blick des Duos geht bereits in Richtung Los Angeles 2028.
Auch im 49er FX endet die Woche für die Seglerinnen des NRV Olympic Team auf dem Podium. Sophie Steinlein und Catherine Bartelheimer liefern sich bis zum Schluss ein enges Duell mit den spanischen Weltmeisterinnen Paula Barceló und Maria Cantero. Nach einer schwierigen Woche, in der Bartelheimer krank segelt, liegt die Chance im letzten Medaillenrennen. Während die Spanierinnen im Finale patzen, bleiben Steinlein und Bartelheimer stabil. Am Ende gewinnen sie Silber, hinter den kanadischen Schwestern Lewin-Lafrance. „Wir haben das Beste daraus gemacht, uns Zeit genommen und alle Bedingungen angenommen“, sagt Steinlein. Ihre Zwillingsschwester Theresa konnte im iQFOiL krankheitsbedingt nicht starten.
Im ILCA 7 zeigt Philipp Buhl, wie viel in diesem Feld auch nach einem Rückschlag noch möglich ist. 199 Segler gehen an den Start, mehr als in jeder anderen Klasse. Buhl muss einen Wettkampftag krankheitsbedingt aussetzen und verliert dadurch wertvolle Punkte, die in dieser Dichte kaum aufzuholen sind. Trotzdem kämpft er sich zurück, gewinnt eine Wettfahrt und segelt in den Medaillenrennen auf die Plätze 3 und 8. Drei Punkte fehlen am Ende zum Podium. „Ich bin wieder auf einem Level, auf dem mich Wearn und die Briten sehr ernst nehmen. Das ist wichtig“, sagt Buhl. Die Serie gewinnt Doppel-Olympiasieger Matt Wearn.
Auch Nik Aaron Willim setzt in Palma ein starkes Zeichen. Nach längerer Krankheitsphase qualifiziert sich der Trainingspartner von Buhl für das Medaillenfinale und beendet die Regatta auf Platz 9. In einem 199er-Feld ist das ein überzeugender Einstieg in die neue Saison.
Zwei Podiumsplätze, vier Segler des NRV Olympic Team im Medaillenfinale und mehrere gelungene Comebacks: Der erste große Vergleich des Jahres auf Mallorca gibt dem NRV Olympic Team früh Rückenwind für die neue olympische Kampagne.