„Ehrlich gesagt war es ein frustrierendes Event für uns als deutsches Team“, sagt Erik Heil nach dem SailGP-Wochenende in New York. Der Satz kommt nicht aus dem Nichts. Vor Manhattan läuft für das Germany SailGP Team wenig zusammen: kein regulärer Auftakt, nur ein kurzer Renntag, dazu ein Frühstart und eine Jury-Entscheidung, die aus deutscher Sicht rennentscheidend ist.

Schon der Sonnabend wird nicht zu dem Renntag, den die Flotte geplant hatte. Starker Wind erschwert das Kranen der F50-Katamarane. Nur vier Boote kommen überhaupt zu Wasser, drei Teams erreichen die Startlinie. Deutschland gehört nicht dazu. Für die Crew um NRV Segler Heil bleibt damit kein Rennen unter Wettkampfbedingungen und kein Einsegeln in das Revier vor Manhattan.

Am Sonntag wird das Wochenende auf drei Fleetraces reduziert. Viel Zeit bleibt nicht. Im ersten Rennen ist das deutsche Team zu früh an der Linie und kassiert einen Frühstart. Im zweiten Lauf trifft die Crew eine Jury-Entscheidung, die das Rennen aus deutscher Sicht entscheidend belastet.

„Im ersten Rennen hatten wir einen Frühstart, im zweiten wurde uns eine aus unserer Sicht rennentscheidende Jury-Entscheidung zum Verhängnis“, sagt Heil. Erst im dritten Rennen läuft es besser. Deutschland startet stark und kommt als Vierter ins Ziel. Für die Gesamtwertung des Wochenendes reicht dieser Lauf nicht mehr.

Besonders ärgerlich ist New York auch wegen des Timings. Das deutsche Team kam zuletzt besser in Fahrt. In Bermuda hatte die Crew das Finale erreicht und Rang drei belegt. In New York bleibt nach drei Rennen Rang elf.

Den Grand Prix gewinnt Australien vor Großbritannien und Kanada. In der Gesamtwertung rutscht das Germany SailGP Team auf Platz sieben ab.

Weiter geht es in dreieinhalb Wochen in Halifax. „Dort wollen wir wieder angreifen und die deutsche Flagge bestmöglich vertreten“, sagt Heil. Für New York bleibt ein Wochenende, an dem der sportliche Spielraum früh eng wird — und am Ende zu wenig Rennen bleiben, um das Ergebnis noch zu drehen.