7050 Seemeilen liegen vor ihnen – die längste Nonstop-Etappe ihres bisherigen Seglerlebens. Am Donnerstag um 14 Uhr Ortszeit Mindelo (17 Uhr MESZ) fällt der Startschuss zur zweiten Etappe der Globe40. Von den Kapverden führt der Kurs über Äquator, Doldrums und das Kap der Guten Hoffnung bis nach La Réunion.
Für Lennart Burke und Melwin Fink ist es eine Herausforderung auf vielen Ebenen. „Der Fokus liegt bei einer solchen Strecke immer nur auf dem jeweiligen Tag … der Weg ist das Ziel“, sagt Burke. Dass die Entscheidungen, wann und wo der Äquator überquert oder wie die Route am Kap gewählt wird, alles andere als leicht sind, liegt auf der Hand. Beide segeln zum ersten Mal in diesen Gewässern – abweichende Meinungen werden diskutiert, am Ende setzen sich die besseren Argumente durch.
Trotz Respekt vor Treibgut und den windarmen Doldrums überwiegt die Vorfreude. „Wir wollen wieder vorn mitkämpfen!“, kündigt Fink an. Und Burke ergänzt: „Wir werden wie immer alles geben und dabei so wahnsinnig wichtige Erfahrungen machen!“
Vor dem Start stand das Team noch mitten in der Vorbereitung. Während die Konkurrenz teilweise mit Präparatoren arbeitet, erledigt Next Generation Boating Around the World alles selbst. Zugleich fanden die jungen Segler Zeit für ein soziales Engagement: Gemeinsam mit den anderen Crews übergaben sie von Crédit Mutuel gespendete Schultaschen an Kinder in Mindelo, die nach einem Hurrikan dringend Unterstützung brauchen.
Das Gemeinschaftsgefühl in der Flotte ist groß. Zur Ankunft von Wilson Around the World mit Motorschaden fuhren Burke und Fink mit dem Rib hinaus, um Lisa Berger und Jade Edwards-Leaney in Mindelo willkommen zu heißen. An Land verbindet Freundschaft, auf See wartet harte Konkurrenz – vor allem mit den Top-Favoriten Crédit Mutuel und Belgium Ocean Racing – Curium.
31 Tage auf See liegen vor ihnen. Ankunft in La Réunion ist um den 1. November erwartet.