Foto: ©Sailing Energy
Die zweite Weltcup Regatta in Hyeres, die "Semaine Olympic 2024" endete mit Erfolgen für das NRV Olympic Team. Philipp Buhl segelte einmal mehr überragend und ersegelte im Top besetzten ILCA 7 Feld Bronze. Und auch im 470er war ein Weltklasse Feld am Start. Luise Wanser und Philipp Autenrieth belegten Platz 5.
Als entscheidender Schritt auf dem Weg zur endgültigen Auswahl des deutschen 470er-Teams für die Olympischen Spiele steht nun die EM in Cannes bevor. Luise Wanser und Philipp Autenrieth , die in dem hochkarätigen Feld mit aktuellen Welt- und Europameistern sowie anderen Spitzen-Teams eine solide Leistung zeigten, wollen den Schwung aus Hyères nun mit nach Cannes nehmen:
Liebe Partner des NRV Olympic Teams,
in der letzten Woche nahmen wir am „Semaine Olympique Française“ in Hyères teil, dem zweiten World Cup Event der Saison, und belegten den fünften Platz. Als nächstes steht die Europameisterschaft in Cannes an, bei der die endgültige Entscheidung darüber getroffen wird, welches deutsche 470er-Team an den Olympischen Spielen teilnehmen wird.
Wir haben uns kurzfristig für die Teilnahme in Hyères entschieden, da wir in unserem Qualifikationskampf für das Olympia-Ticket unter Druck stehen, wie wir bereits in unserem vorherigen Newsletter erwähnt haben. Unsere Ergebnisse bei der Weltmeisterschaft und dem World Cup in Palma de Mallorca entsprachen nicht unseren Erwartungen. Wir glaubten, dass ein paar zusätzliche Wettfahrten zwischen dem Vortraining in Cannes und der EM uns guttun würden.
Und so war es auch. Das Teilnehmerfeld war hochkarätig besetzt, mit den amtierenden Welt- und Europameistern sowie anderen Top-Teams. Bei anspruchsvollen Bedingungen, vor allem niedrigen Temperaturen (wir mussten unsere Winterausrüstung wieder hervorholen) und am Ende ganztägigem Regen, segelten wir zehn Wettfahrten. Vor dem geplanten Medal Race hatten die ersten vier Teams ihren Platz sicher, um Platz fünf zu verteidigen, mussten wir uns gegen zwei weitere Teams behaupten. Leider fiel das Medal Race, wie schon bei vorherigen Veranstaltungen, aus. Diesmal war der Wind zu stark. Beim World Cup in Palma war er zu schwach, bei der WM im März zu stark …
Wir konnten uns in dieser Woche in Hyères gut steigern und uns an die Spitze kämpfen. Nun müssen wir sicherstellen, dass wir diesen Schwung mit in die EM nehmen können. Ab Mittwoch bereiten wir uns in Cannes auf die Europameisterschaft vor. Bereits beim Training Mitte April konnten wir feststellen, dass Cannes eines der wechselhaftesten Revier ist. Windänderungen von 3 auf 18 Knoten oder von Westen nach Osten in wenigen Minuten sind an der Tagesordnung. Hier ist also alles möglich.
Für uns ist die EM eine "Alles oder nichts"-Regatta. Um den Rückstand in der Olympia-Qualifikation aufzuholen, müssen wir unser Bestes geben. Die EM beginnt am 4. Mai, die Wettfahrten starten am Dienstag, den 7. Mai. Insgesamt sind 50 Teams aus Australien bis zu den USA gemeldet. Die Teams werden in zwei Gruppen starten und nach fünf Wettfahrten in Gold- und Silberflotte aufgeteilt.
Aber nicht nur für das NRV Olympic Team war die Regatta überaus erfolgreich. Den Hamburgerinnen Marla Bergmann und Hanna Wille vom MSC gelang es, die letzte Chance zu nutzen und die Olympiaqualifikation für Paris im 49er FX zu ersegeln! Im entscheidenden Medalrace hielten sie dem Druck stand und schafften die noch ausstehende Nationenqualifikation für Deutschland. Glückwunsch!!!
Damit zählt Deutschland, neben Großbritannien und Frankreich nun zu den drei Nationen mit den meisten Startplätzen. Die deutsche Qualifikation erfüllt haben bisher im:
- Nacra 17: Paul Kohlhoff, Alicia Stuhlemmer (Kieler Yacht Club)
- ILCA 7: Philipp Buhl (NRV)
- iQ Frauen: Theresa Steinlein (NRV)
- iQ Männer: Basti Kördel (NRV)
- 49er FX Marla Bergmann, Hanna Wille (Mühlenberger Segel Club)
In den Bootsklassen Kite Frauen, Kite Männer und 470er fällt die Olympiaentscheidung Mitte Mai.
Einen Alptraum auf der Heimfahrt erlebte Jill Paland: Nachdem Sie zuvor mit ihrer Steuerfrau Sophie Steinlein das 49 FX Medalrace gewonnen hatte wurde Sie auf der Rückfahrt an der Mautstation von einem LKW gerammt.
Jill blieb unverletzt aber das 49er Rumpf landete mit Totalschaden auf der Straße und der LKW Fahrer beginn Fahrerflucht…