Drei Events, drei Podiumsplätze, jetzt der erste Sieg: Hendrik Brandis hat mit seiner neuen Cape 31 „Earlybird“ einen starken Einstieg in den UK Cape31 Circuit hingelegt. Nach zwei zweiten Plätzen zum Auftakt gewann das Team das dritte Event in Cowes vom 11. bis 14. Juni. In der Gesamtwertung der UK-Serie liegt „Earlybird“ damit nun gemeinsam mit dem englischen Boot „Khumbu“ an der Spitze.

Der Einstieg in die Klasse begann für das Team in Cowes mit typisch britischen Bedingungen: guter Wind, starke Strömung, wenig Sonne und überwiegend graues Wetter. Trotz nicht vollständiger Crew kam „Earlybird“ besser in die Serie als erwartet. Taktiker David Chapman, der das Revier sehr gut kennt, brachte das Team immer wieder in gute Positionen. Auch aus schwierigeren Lagen machte die Crew Plätze gut und segelte eine konstante Serie. Am Ende stand Rang zwei — meist hinter dem schnellen Team „Khumbu“.

Die zweite Veranstaltung in Poole zeigte ein anderes Gesicht. Ein Hochdruckgebiet über Großbritannien brachte Sonne, aber auch sehr leichte Winde. Der erste Tag begann für „Earlybird“ stark: Mit einem Laufsieg setzte sich das Team früh in Szene und wurde nach dem ersten Tag als „Boat of the Day“ ausgezeichnet. Weil die Seabreeze am zweiten Tag nur langsam einsetzte, konnte lediglich ein Rennen gesegelt werden. Mit Streichresultat lag „Earlybird“ einen Punkt hinter „Khumbu“, ohne Streichresultat sogar auf Platz eins. Am letzten Tag blieb die erhoffte Chance auf einen Angriff aus: Die morgendliche Seabreeze reichte nicht für weitere faire Rennen. Wieder wurde „Earlybird“ Zweiter.

Beim dritten Event in Cowes folgte der nächste Schritt. Die Veranstaltung begann mit grauem Himmel, Regen und reichlich Wind. Wind gegen Strom sorgte für eine kurze, steile Welle. Bei 22 bis 28 Knoten kamen die Cape 31 auf den Downwindkursen an ihre Grenzen. „Earlybird“ erreichte durchschnittlich rund 18 Knoten; entscheidend war vor allem sauberes Boots-Handling. Ein "Broach" kurz vor dem Ziel kostete Zeit, änderte aber nichts an der starken Serie.

Am zweiten Tag änderten sich die Bedingungen deutlich: Sonne, 8 bis 12 Knoten Wind, ruhigeres Wasser. Gleich im ersten Rennen musste „Earlybird“ allerdings einen Frühstart wegstecken. Die Crew arbeitete sich wieder nach vorne. In den beiden folgenden Rennen blieb das Team fehlerfrei und hielt sich im Kampf um den Gesamtsieg.

Am letzten Tag wurde aus der Regatta zunächst ein Wartespiel. Lange blieb die erhoffte Brise aus. Erst kurz vor Ablauf des Zeitlimits setzte genug Wind für eine letzte Wettfahrt ein. Die Ausgangslage war eng: Nur drei Punkte trennten „Earlybird“ vom zweitplatzierten Boot. Nach der ersten Runde lag das Team an der Leetonne nur auf Rang sechs, während der direkte Konkurrent führte. Um den Gesamtsieg zu sichern, musste „Earlybird“ noch mindestens drei Boote überholen.

Bis zur Luvtonne arbeitete sich die Crew auf Rang vier vor. Auf dem letzten Vorwindkurs gelang der entscheidende Angriff: Zwei weitere Boote fielen zurück, „Earlybird“ zog vorbei — und sicherte sich mit diesem Finish den Sieg beim dritten Event des UK Cape31 Circuits.

Für Hendrik Brandis und sein Team ist es ein gelungener Start in der neuen Klasse. Nach den ersten drei Veranstaltungen führt „Earlybird“ die UK-Serie nun gemeinsam mit „Khumbu“ an.