Jens Kellinghusen gewinnt mit der „Varuna 1939“ die Época Bermudiana bei der Vela Clásica Menorca. Ein zweiter Platz zum Auftakt, danach drei Siege: Mit fünf Punkten setzte sich das Team deutlich vor der britischen „Argyll“ mit elf Punkten durch.
Die XXII. Copa del Rey Repsol de Barcos de Época brachte 41 historische Yachten aus zwölf Nationen nach Menorca. Vier Tage lang wurde vor Mahón gesegelt. Die langen Überhänge, hohen Riggs und lackierten Holzrümpfe lieferten wie üblich atemraubende Bilder.
Der Auftakt war windig. Eine Front zog entlang der Nordostküste Menorcas, Böen bis 30 Knoten hielten die Flotte zunächst an Land. Als die Wettfahrtleitung den Kurs freigab, pendelte der Wind zwischen acht und 22 Knoten. Er drehte stark und die See blieb unruhig.
Die Época-Bermudiana-Flotte segelte eine Strecke von 8,5 Seemeilen. Das Ziel lag im Hafen von Mahón. Kellinghusen und seine Crew mussten sich der „Argyll“ nach berechneter Zeit um gerade einmal acht Sekunden geschlagen geben. Das sollte die einzige Niederlage der „Varuna“ bleiben.
Am zweiten Tag startete die Flotte im Hafen. Von dort führte der 14 Seemeilen lange Kurs hinaus auf die Südseite Menorcas und um die Illa de l’Aire. Unter bedecktem Himmel traf ein mittlerer Südostwind auf eine quer laufende Welle. Die „Varuna“ gewann und übernahm die Führung. Drei Punkte trennten sie nun von der „Sonny“ auf Rang zwei.
Auch der dritte Renntag ging an Kellinghusens Varuna. Bei mäßigem Nordwind segelte die Flotte erneut 14 Seemeilen. Auf der abschließenden Kreuz zurück in Richtung Mahón baute die „Varuna“ ihren Vorsprung aus und lag nach berechneter Zeit 2:55 Minuten vor der „Argyll“.
„Wir hatten drei großartige Regattatage mit sehr unterschiedlichen Bedingungen: guten Wind, aber viel Welle. Die taktischen Entscheidungen waren deshalb eine echte Herausforderung. Wir sind sehr gut gesegelt“, sagte Großsegeltrimmer John Hockins laut Veranstalter.
Zum Finale verschwand nach drei bedeckten Tagen die Wolkendecke. Der letzte Küstenkurs führte über 13 Seemeilen nördlich des Hafens. Kellinghusen und seine Crew ließen auch diese Wettfahrt nicht mehr aus der Hand. Mit dem dritten Sieg nacheinander machten sie die Serie 2, 1, 1, 1 und den Klassensieg vor Mahón komplett.