Foto: ©Birgitt Müller-Genrich Opti Class GER

Am 25. Juli ging es los in Richtung Hüde am Dümmer See, wo ab dem 27. Juli die zweitägigen German Open im Teamrace im Vorwege der IDJM 2023 anstanden. 

Zwei von insgesamt 15 teilnehmenden Teams gingen für den NRV an den Start: Team NRV 1 mit Valerie und Vivienne Seidel, Clara Mattik, Franziska Zillekens und Johann Kühnbaum und Team NRV 2 oder „Team Chaos“ mit Laura Matthiesen, Nick Lahme und mir mit Unterstützung von Aileen Sorg vom NSV und Noah Schweichler vom MSC. Mit 5 Siegen und 2 Niederlagen in der Round Robin qualifizierten wir uns für das Viertelfinale, welches wir am Donnerstag gegen ein Team vom Berliner Yachtclub für uns entscheiden konnten. Im Halbfinale mussten wir uns leider ganz knapp dem Team aus Schwerin OT MV 1 geschlagen geben, dafür gewannen wir das kleine Finale gegen das Team MSC 2. Ein dritter Platz bei unserem ersten Teamrace-Event war weit mehr als wir erwartet hatten, so dass uns nicht mal der ewige Dauerregen etwas anhaben konnte. Sieger der German Open wurde das Team MSC 1 vor dem Team OT MV 1 aus Schwerin.

Von Freitagnachmittag bis Sonntag wurden die Boote der Teilnehmer im Veranstaltungszelt vermessen und es wurde weiter fleißig trainiert, bevor am Sonntagabend die IDJM 2023 mit einer Flaggenparade vom Surfstrand zur SVH, einem Pasta-Buffet und Live-Musik feierlich eröffnet wurde. Montag bis Mittwoch segelten wir in drei Gruppen bei teilweise ruppigem Wetter mit Wind bis zu 26 Knoten, mal Nieselregen, mal Schauerböen und Kabbelwelle. Keiner der Teilnehmer hatte mit solchen Bedingungen gerechnet. Waren wir doch auf Sonne, Flaute und viele Mücken eingestellt oder wie im Vorwege immer wieder von verschiedenen Seglern zu hören war: „Es geht nicht mehr schlimmer, es geht an den Dümmer“. Doch diese IDJM wird sicherlich als eine der wind- und regenreichsten der vergangenen Jahre im Gedächtnis alle Teilnehmer und mitgereisten Trainer bleiben.

Am Donnerstag und Freitag ging es dann, ohne Regen und sogar mit vereinzelten Sonnenstrahlen, in der Gold-, Silber- und Bronzefleet weiter. Von den elf teilnehmenden NRV Seglern schafften es Elly Echternach, Sarah Krupp, Paul Schaft und ich in die Goldgruppe. Fünf Wettfahrten standen in der Finalserie an, bevor am Freitagabend die stimmungsvolle Meisterehrung und Preisverteilung stattfand. Glücklich und zufrieden habe ich diese Meisterschaft mit einem 9. Platz nach 14 Läufen beenden können. Dafür möchte ich mich besonders bei Caspar Ilgenstein für die exzellente und intensive Betreuung unserer Trainingsgruppe bedanken!

Neuer Internationaler Deutscher Jugendmeister im Optimisten wurde Noah Schweichler vom MSC vor Lukas Wagner (DTYC) und Lea Marie Winkler (SVG). Die U-13-Wertung gewann Jonny Seekamp vom WVH vor Jacob Ottmann (MSC) und Cassandra Jansch (MSC), Elly rutschte hier als vierte knapp am Podium vorbei und Sarah wurde sechste der U-13-Wertung. Noah Schweichler, Onno Pörksen, Jacob Ottmann (alle MSC) und ich konnten zu guter Letzt gemeinsam den Pokal für den besten Landesverband nach Hamburg holen, vor Bayern und Mecklenburg-Vorpommern.

Die Segelvereinigung Hüde war ein toller Gastgeber! Jeden Tag wurde den Seglern neben dem umfangreichen Wasserprogramm ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Landprogramm geboten: Vom Eisbuffet, täglicher stimmungsvoller Tombola mit tollen Preisen bis zu einem Flipper- und Spieleturnier. Nur die SUP-Rennen und das SUP-Polo mussten wetterbedingt leider ausfallen. Besonders viel Andrang gab es täglich an den vielen Flipperautomaten, die uns die ganze Woche zur Verfügung standen und natürlich am Crêpe- und Würstchenstand.

Parallel zur IDJM wurde von der SVH ein Geschwistertraining für die jüngeren Kinder angeboten, so dass die mitreisenden Geschwister auch viele Wasserstunden in verschiedenen Gruppen absolvieren konnten.

Nun freue ich mich auf die vielen B-Segler vom NRV, die im Laufe der verbleibenden Saison nach Opti A umsteigen werden. Hoffentlich können wir dann mit einem noch größeren NRV Team 2024 in Travemünde an den Start gehen und gemeinsam ganz viel erleben!

Euer Johan Müller

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Foto: Das Team NRV  ©privat