NRV Kommodore Andreas Christiansen ist erneut Weltmeister in der Evolution-Klasse der 5.5-Metre-Yachten. Gemeinsam mit Sohn Felix und Julius Plass gewinnt er vor Lavrion bei Athen die Klassenwertung und verweist seinen langjährigen Konkurrenten Wolf-Eberhard Richter auf die Plätze.

Es ist ein Duell mit sporthistorischem Hintergrund: Richter gehörte einst gemeinsam mit Jochen Schümann zum DDR-Olympiakader. Christiansen bezeichnet ihn als seinen „schärfsten Dauer-Konkurrenten“. Schon 2023 hatte Christiansen mit der „Criollo“ vor Porto Cervo den Evolution-Weltmeistertitel gewonnen – damals mit seinen Söhnen Felix und Moritz.

Die Weltmeisterschaft in Griechenland verlangte den Crews zunächst Geduld ab. Starker Nordwind verhinderte mehrere Tage lang reguläre Wettfahrten. Erst danach kam die Regatta in Gang: An zwei Tagen wurden jeweils drei Rennen gesegelt.

Am letzten Tag gingen Christiansen und Richter nicht mehr an den Start. Ihre Reihenfolge in der Wertung stand bereits fest, beide mussten ihre Boote rechtzeitig kranen. Während die Konkurrenz noch zwei weitere Wettfahrten segelte, war das Duell der beiden deutschen Evolution-Segler entschieden.

Den Gesamttitel der 5.5-Metre-Weltmeisterschaft gewann die polnische „Aspire“ mit Przemek Gacek, Mateusz Kusznierewicz und Kilian Weise.