Manchmal kippt eine Regatta erst ganz zum Schluss. Am Berliner Wannsee gelingt Miro Schmerling genau das. Nach schwierigen Bedingungen, zitternden Händen und einer ungeklärten Juryflagge fährt der NRV Segler im letzten Rennen ganz nach vorn und macht noch den Sprung aufs Podium. Wie er dieses Wochenende erlebt hat, erzählt er in seinem sehr persönlichen Rückblick. 

Ein Bericht von Miro Schmerling:

Von Platz 13. auf 3: Mein Comeback am Wannsee

Kalte Hände, kaum Wind – und trotzdem ein perfektes Finale: Beim Rüdiger-Weinholz-Preis am Wannsee in Berlin konnte ich mir mit einem starken letzten Rennen noch Platz 3 sichern.

Vom 10. bis 12. April 2026 fand am Wannsee in Berlin der Rüdiger-Weinholz-Preis statt, ausgerichtet vom Berliner Yacht-Club e. V. In diesem Jahr gingen 111 Opti-A- sowie 32 Opti-B-Seglerinnen und -Segler an den Start. Für mich als Hamburger war es die erste Regatta in Berlin und zugleich meine zweite B-Regatta in dieser Saison.

Während einer Wettfahrt wurde ich von der Jury angeflaggt, ohne zunächst zu wissen, was ich falsch gemacht hatte. Entsprechend vorsichtig segelte ich das Rennen zu Ende. Später stellte sich heraus, dass ich wohl zu stark gepumpt hatte (sogenanntes „Body Pumping“).

Die Bedingungen waren insgesamt anspruchsvoll: Es gab wenig Wind, und am zweiten Tag war es sehr kalt, sodass meine Hände zeitweise richtig zitterten. Umso mehr freue ich mich über meinen dritten Platz, denn mir ist ein starkes Comeback gelungen. In der vierten und letzten Wettfahrt kam ich als Erster ins Ziel und konnte mich dadurch noch von Platz 13 auf Platz 3 verbessern.

Besonders gefreut habe ich mich auch über das Maskottchen „Optimus“ – eine witzige Möwe, die nun neben meinen Pokalen einen Ehrenplatz im Regal bekommt. Vielen Dank an den BYC für die tolle Regatta!

Auf dem Gruppenbild sind zu sehen von links:

Jakob Bosse (1. Platz), Lina Banik (2. Platz), Miro Schmerling (3. Platz), Jonas Müller (4. Platz), Anna Stadermann (5. Platz)