Zwei deutsche Teams auf dem Podium der ClubSwan 50 Weltmeisterschaft: Hendrik Brandis gewinnt mit der „Earlybird“ vor Neapel zum zweiten Mal in Folge den Titel. Marcus Brennecke segelt mit der „Hatari“ auf Rang drei, sichert sich erneut die Nations League und verabschiedet sich nach sieben Jahren aus der Klasse.
Hendrik Brandis ist erneut Weltmeister der ClubSwan 50. Mit seiner „Earlybird“ setzte er sich bei der Weltmeisterschaft vor Neapel gegen zehn Konkurrenten durch und verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr. Marcus Brennecke beendete seine letzte Regatta mit der „Hatari“ auf dem dritten Platz und gewann zum sechsten Mal die Nations League, die Saisonwertung der Klasse.
Spannende Entscheidung am Finaltag
Die Weltmeisterschaft im Golf von Neapel wurde zur Geduldsprobe. Wechselhafte Windverhältnisse ließen an den ersten drei Tagen lediglich drei gültige Wettfahrten zu. Vor dem abschließenden Samstag hatten noch mindestens fünf Teams Chancen auf den Titel.
Bei Nordostwind gelangen am Finaltag drei weitere Rennen. Brandis und seine Crew lieferten sich dabei ein enges Duell mit H. Cem Bahadirs türkischer „All in One“, das sie schließlich für sich entschieden.
„Vor dem letzten Tag hatten mindestens fünf Boote eine Chance auf den Sieg. Wir haben in den letzten drei Rennen alles gegeben. Es war bis zum Schluss ein großartiger Kampf mit All in One. Genau das macht Segeln so spannend“, sagte Brandis nach der Titelverteidigung.
Für Brandis ist es der zweite WM-Titel in Folge. Nach drei Vizeweltmeisterschaften hatte er 2025 erstmals Gold gewonnen. Bereits 2017, im ersten Jahr der ClubSwan 50, gewann er mit der „Earlybird“ die Europameisterschaft und die Jahresrangliste.
Brennecke verabschiedet sich mit Bronze
Auch für Marcus Brennecke endete die Weltmeisterschaft erfolgreich. Mit der „Hatari“ belegte er den dritten Platz und sicherte sich zugleich zum sechsten Mal die Nations League. Bei den vier Veranstaltungen der Saison hatte er die Plätze eins, eins, drei und drei erreicht.
Für Brennecke war Neapel der letzte Start in der ClubSwan 50. Sieben Jahre lang segelte er mit der „Hatari“ in der Klasse. Seine Bilanz: zwei Weltmeistertitel, zwei dritte Plätze bei Weltmeisterschaften, der Europameistertitel 2026 und sechs Siege in der Nations League.
„Ich hatte sieben außerordentlich schöne und erfolgreiche Jahre mit Hatari in der ClubSwan 50 Klasse, wo ich gegen alte Freunde, wie Hendrik, oder auch neu gewonnene gesegelt bin“, blickt Brennecke zurück.
Neue Herausforderung für Brennecke
„Jetzt ist die Zeit für eine neue Herausforderung gekommen“, sagt Brennecke. Direkt nach der letzten Wettfahrt in Neapel verkaufte er seine ClubSwan 50 und kaufte die ehemalige „Trinity Racing“, eine TP52, Baujahr 2026. Eine neue Mannschaft hat er bereits zusammengestellt. Im Februar und März 2027 stehen in Thailand die ersten beiden Veranstaltungen der 52 Super Series auf dem Programm.Daneben bleibt Brennecke mit seiner Cape 31 aktiv. Bei drei Regatten erreichte er in diesem Jahr jeweils das Podium: einmal Platz eins und zweimal Rang drei, zuletzt beim Cape 31 Gold Cup vor Saint-Tropez.Auch Hendrik Brandis war 2026 parallel zur ClubSwan 50 erfolgreich in der Cape 31 unterwegs. Mit seiner „Earlybird“ belegte er bei den ersten beiden Veranstaltungen des UK Cape31 Circuits jeweils den zweiten Platz und gewann im Juni die dritte Regatta in Cowes. Bei der Copa del Rey vor Palma segelte er in der 21 Boote starken ORC-C-Flotte auf Rang zwei.