Kay-Johannes Wrede und seine neunköpfige Crew gewinnen mit der Swan 441 "Best Buddies IV" das AEGEAN 600. Der NRV-Segler sichert sich mit seiner  Crew den Doppelsieg in IRC- und ORC-Wertung nach 4 Tagen, 17 Stunden, 55 Minuten und 13 Sekunden. Als 19. Boot im Ziel kommt das für den Norddeutschen Regatta Verein und den Royal Ocean Racing Club startende Boot nach berechneter Zeit ganz oben aufs Treppchen. Die betagte Swan 441 mit der Segelnummer 4908 ist einst für den Admiral's Cup 1979 gebaut worden.

Ihre AEGEAN-600-Premiere erleben Kay Wrede, Jesper Möller, Katrin Möller, Nils Reichert, Susanne Kring, Oomke Möller, Navigator Christian Heermann, Tina Lülfing und Ole Paulsen intensiv. "Es gibt andere Reviere, in denen die Winde schön leicht und gleichmäßig wehen. Hier ist es eher so, als würde dir ständig jemand mit dem Vorschlaghammer auf den Mast hauen", beschreibt Wrede gegenüber Yacht-Online die anspruchsvollen Bedingungen im Meer von Homer und den griechischen Mythen.\

Ihre AEGEAN-600-Premiere erleben Kay Wrede, Jesper Möller, Katrin Möller, Nils Reichert, Susanne Ring, Oomke Möller, Navigator Christian "Chriggel" Heermann, Tina Lülfing und Ole Paulsen intensiv. "Das ist das erste Mal, dass wir hier waren, und wir sind ein wenig überrascht von den Windbedingungen", beschreibt Wrede. "Wir mussten feststellen, dass es hier ganz anders ist als im Norden, wo man viel Wind haben kann, aber wenn er sich ändert, passiert es langsam. Hier ist es plötzlich, es ist sehr schwierig."

Das ganze Team kämpft Tag und Nacht, dabei segeln sie vorbei an Milos, der Heimat der Venus von Milos, zur malerischen Caldera von Santorini, wo das Weiß der Häuser mit dem Vulkangestein einzigartige Kontraste schafft. "Wir änderten unseren Schichtplan von sechs Stunden auf nur zwei Stunden, damit wir immer ausgeruhte Leute an Deck hatten", so Wrede.

Den Erfolg der "Best Buddies" beflügeln neben der intensiven Crew-Arbeit auch die speziellen Bedingungen. "Die neueren modernen Boote sind raumschots viel schneller, und normalerweise verlieren wir dann auf sie. Aber hier, als wir diese Leichtwind-Gebiete hatten, hatten wir die Chance aufzuholen und clever zu sein, um ihre Vorteile auszugleichen", erklärt Wrede.

Ein weiterer wichtiger Faktor für den Erfolg des Teams war der Navigator Christian „Chriggel“ Heermann, der verschiedene moderne digitale Tools einsetzte, um das Team auf Kurs zu halten. „Wir haben viel mit AIS gearbeitet, um unsere Konkurrenten und ihre Fortschritte im Auge zu behalten“, sagte er. „Das war in einigen Abschnitten der Regatta taktisch sehr wichtig, beispielsweise auf der Etappe von Rhodos nach Kandelousa, wo wir festgestellt haben, dass es tatsächlich starke Strömungen gab, die in unseren Routing-Tools nicht beschrieben waren.“

Die Tools helfen auch in den entscheidenden Momenten auf den finalen Schlägen west von Mykonos – vorbei an Delos, dem Geburtsort Apollos. „Hier empfahlen die Grib-Dateien, dass wir zusammen mit unseren Konkurrenten auf der Kurslinie bleiben sollten, aber wir entschieden uns stattdessen für eine weiter nördlich liegende Route, um dort besseren Wind zu haben. Das war erfolgreich und half uns, unsere Konkurrenten am nördlichen Ende von Kea einzuholen, bevor wir die letzte Etappe bis zum Ziel in Angriff nahmen."

Die Crew erlebt alles zwischen null und 40 Knoten Wind. Dabei segeln sie vorbei an Milos, der Heimat der Venus von Milos, zur malerischen Caldera von Santorini, wo das Weiß der Häuser mit dem Vulkangestein einzigartige Kontraste schafft.

Das 600-Meilen-Nonstop-Rennen startet vor den Säulen des Poseidon-Tempels und führt über die südlichste Insel der Ägäis, Kassos, vorbei an Karpathos zum Palast des Großmeisters der Ritter in Rhodos. Die Strecke führt über das malerische Kos und Kalymnos, die Insel der Schwammtaucher, zu den farbenprächtigen Inseln Pharmakonisi und Agathonisi, weiter nach Patmos mit der Höhle der Apokalypse, bis der Tempel des Poseidon am Cup Sounion das Ende markiert.

Platz zwei holt die slowenische Elan 450 "Karpo" von Max Vrecko, Dritte wird die Elan 400 "Elaya" – ebenfalls aus Slowenien. 37 Boote erreichen bei der fünften Auflage die Ziellinie, 13 Crews geben auf.

"Das ist so ein Highlight des Lebens", schwärmt Wrede gegenüber der Yacht nach seinem Triumph in der mythischen Ägäis.