Auf Initiative von Ulla Scheder-Bieschin wurde ein Skippertraining für die Seglerinnen des NRV in der Flensburger-Förde organsiert. Bei strahlendem Sonnenschein und mäßigen Wind trafen wir uns am Samstag um 09:00 Uhr am Yachthafen Sonwik in Flensburg. Gut gelaunt und hochmotiviert stiegen wir auf die X-48 und trafen auf unseren Skipper und Trainer Bernd Marek.
Nach kurzer Einweisung und Vorstellungsrunde ging es direkt los. Wir kreuzten aus der Förde und schon nach wenigen Minuten übernahm Anke souverän das Steuer. Nach und nach wurde jede der sechs Damen zur Steuerfrau und meisterte ihre Aufgabe mit viel Begeisterung und Neugierde hervorragend. Wenden und Halsen wurden souverän durchgeführt und die Geschwindigkeit mit Begeisterung gesteigert, bis wir schließlich an zwei X-Yachten mit reiner Männer-Crew entspannt bei einer Geschwindigkeit von 7,47 Knoten vorbei zogen. Wir hörten nur aus der Ferne: Oh, da sind ja nur Frauen an Board!!!
Vor Langballigau traten wir den Rückweg an. Bei raumem Wind gönnten wir uns zunächst ein von Bernd organisiertes, stärkendes Lunch, übten elegante Halsen und bereiteten uns seelisch auf die angekündigten Hafenmanöver vor: Die X-48 im Hafen „auf dem Teller drehen“.
- Ruder gegen den Wind legen, volle Kraft voraus 21-22-23 Leerlauf, mittlere Geschwindigkeit, rückwärts 21-22 und zurück in den Vorwärtsgang. Das Wunder ist geschehen! Das Boot ist um 180 grad in kürze der Zeit auf engstem Raum entspannt gedreht.
Das Anlegemanöver klappte wie geschmiert, auch wenn bei den Festmacher-Knoten noch Opitimierungsbedarf besteht.
Wir ließen den Abend beim Portugiesen am Hafen ausklingen und fielen glücklich und voller Vorfreude auf den nächste Tag ins Bett.
Am nächsten Tag waren nur noch vier Frau an Bord. Der Wind hatte sich gelegt, die Förde lag grau vor uns und Bernd kündigte gut gelaunt weitere Hafen- und Rettungsmanöver an. Zum Segeln reichte der Wind bei weitem nicht aus. Dann setze auch noch der Regen ein und unser Ölzeug kam zum Einsatz. Wir übten Mann-Über-Board-Manöver und der Fender wurde immer gerettet. Gegen Mittag kam die Sonne raus, der Wind blieb aber weiterhin aus. Daher übten wir diverse Hafenmanöver, Anlegen- Ablegen, Anlegen-Ablegen bis wir mit gutem Gefühl das Boot an den Steg brachten.
Bernd gab allen Teilnehmerinnen durch seine Erfahrung und ruhige Art viel Sicherheit und Mut bei der Segelei und beim steuern aller Manöver.
Wir danken Ulla für die großartige Organisation und Bernd für das professionelle und empathische Training. Wir sind erfüllt zurückgefahren und freuen uns auf weitere, gemeinsame Abenteuer.