Jörg Ziron trat mit seiner Tripp 40 „Amuse Bouche“ an und segelte auf Rang 4 in der ORC Wertung©Pepe Hartmann

In diesem Jahr fand zum 75. Mal der Elbklassiker, erstmals ausgesegelt 1948, statt. Nur wenige Regatten können auf eine so lange Tradition zurückblicken. Traditionell finden diese Wettfahrten immer vor Pfingsten statt und waren in der Vergangenheit immer eine willkommene Möglichkeit für die sogenannten Dickschiffe, sich auf die Nordseewoche vorzubereiten. Gesegelt wird über das gesamte Wochenende – Sonnabend von Wedel nach Glückstadt, Übernachtung in Glückstadt. Sonntag wieder zurück. Die Siegerehrung findet im Hamburger Yachthafen nach Ende der Wettfahrt und der Auswertung der Ergebnisse statt. Dabei werden beide Wettfahrten gemeinsam gewertet. Für einzelne Klassen und Gruppen werden zusätzlich zu den Punktpreisen Wanderpokale vergeben. Immer schon wurde diese Regatta vom HSC und dem NRV gemeinsam veranstaltet. Früher im jährlichen Wechsel, ein Jahr war der HSC der Ausrichter, im folgenden Jahr war dann der NRV der ausrichtende Club. Mittlerweile haben sich beide Clubs auf ein gemeinsames Organisationsteam geeinigt und richten insofern die Regatta jedes Jahr gemeinsam aus. 

Am Sonnabend wurde von der Holsten Brauerei gestiftetes Bier gleich nach dem Einlaufen der Teilnehmer direkt am Hafen ausgeschenkt. Eine gute Gelegenheit, sich mit seinen Mitbewerbern auszutauschen. Wer wollte, konnte dann anschließend das Abendessen im Restaurant „Zur alten Oper“ einnehmen und am Sonntagmorgen war im „Nettchen“ ein Frühstücksbüfett aufgebaut (jeweils gegen Bezahlung).

In diesem Jahr konnte das Meldeergebnis leicht verbessert werden, und hat somit eine erfreuliche Entwicklung genommen. Die Elbe Super Sailing Tour – die Glückstadt Regatta ist ein Teil dieser im vergangenen Jahr etablierten Serie, hat offensichtlich zur Verbessrung des Meldeergebnisses geführt.

In der ORC – Wertung waren 11 Yachten gemeldet, davon segelten zwei Yachten unter dem NRV Stander (immerhin eine Steigerung von 50%). Jörg Ziron trat mit seiner Tripp 40 „Amuse Bouche“ an und Michael Ueberall mit einer C&C 115 namens „Blue Chip“.
In dieser Wertung gewann Dirk Selter von der SVAOe mit einer Winner 10.20 den 1. Platz.

In der Wertung Yardstick 1 hatten 11 Boote gemeldet. Zwei Teilnehmer segelten eine Sailhorse und hatten dabei auch die weiteste Anreise. Eine Crew kam aus Berlin und eine weitere aus den Niederlanden. In dieser Wertung gewann Inken Greisner auf einer Sailhorse den 1. Preis. Sie ist übrigens die Klassenchefin dieser Bootsklasse, vor dem Boot aus den Niederlanden.

In der Wertung Yardstick 2 hatten 12 Boote gemeldet, davon erfreulicherweise drei Jungendwanderkutter. Als Sieger stand Daniel Baum mit einer Elb-H-Jolle auf dem Siegerpodest. Insgesamt waren die Elb-H-Jollen mit sechs Booten an den Start gegangen und stellen somit auch die stärkste Klasse dar.

Bericht: Martin Borkmann

Fotos: Pepe Hartmann

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