Fotos:© Kieler Woche / Sascha Klahn

Mit dem heutigen Mittwoch endete der erste, in diesem Jahr der "Olympische" Teil der Kieler Woche. Mit dabei waren aus NRV Sicht neben den 470er mixed, dem ILCA 7 und den iQ-Foilern die 420er und die 2.4mR.

Im 420er machten Lysander Winter und Constantin Bötsch mit drei ersten Plätzen in sechs gesegelten Wettfahrten nicht nur den Kieler Woche Sieg klar, sondern setzten auch ein deutliches Signal hinsichtlich Quali zur World Sailing Youth Worlds im Dezember in Brasilien. Das erfolgreiche 420er Duo segelte in der ersten Wettfahrt auf die 420er-Spitzenposition, streiften sich zum zweiten Tag das Gelbe Trikot über und verteidigten das Jersey der Führenden am letzten Tag, ohne noch mal auf das Wasser zu müssen. Als das Flaggen-Signal zum Abbruch aller weiteren Wettfahrten gesetzt wurde, klatschte das Duo befreit ab: „Geil, Digger!“ Mit dem Sieg haben sie nun den ersten Teil der WM-Quali für sich entschieden. Genauso wie Valentina Steinlein, die zusammen mit Lea Adolph auf Platz 12 sich in Kiel den Mädchen- Pokal holte und die damit auch in der Ausscheidung für die WM ganz vorne liegen.

In der 2.4mR-Klasse ersegelte sich Seriensieger Heiko Kröger in diesem Jahr einen dritten Platz. Den Gesamtsieg holte der Italiener Antonio Squizzato. Auf Platz 2 kam der ehemalige belgische Baletttänzer Ben van Cauwenberg, der 2010 im Drachen die Kieler Woche gewonnen hatte. Heiko Kröger erkannte die für ihn ungewohnte Rangfolge kurz und knapp an: „Die beiden waren diesmal schlicht besser als ich.“

420er und 2.4mR hatten ihre Regatta bereits am Dienstag beendet, wohingegen die olympischen Klassen heute bei traumhaften Windbedingungen im Medalrace um die Titel kämpften.

Ganz besonders spannend war es im 470er. Bis zum Schluss mussten die späteren Sieger Simon Diesch und Anna Markfort um den Titel kämpfen. NRV Olympic Team Segler Malte und Nasti Winkel hatten sich nach zwei Tagessiegen am Dienstag auf Platz zwei vorgearbeitet und spielten im Kampf um Platz eins eine gewichtige Rolle. Am Ende beendeten sie dann aber das Medalrace als sechste und wurden damit Gesamtdritte. Luise Wanser und Philipp Autenrieth schafften gestern noch knapp den Sprung in die Top Ten und gaben heute als Medalracegewinner nochmal richtig Gas, so dass sie als Gesamtvierte die Kieler Woche beendeten.

Im iQ Foil zeigte der Overall-Gewinner vom vergangene Jahr - Basti Kördel - dass an ihm kaum ein Weg vorbei führt: Mit drei ersten hatte er sich vorzeitig für die Finals qualifiziert, die er mit drei ersten Plätzen heute souverän über den Parcours brachte. NRV Olympic Team Kollege Fabian Wolf foilte bis ins Semifinale, das er als vierte beendete und wurde damit Gesamtfünfter.

Bei den Frauen surfte Theresa Steinlein ganz nach vorne und musste sich im Finale nur der Dänin Laerke Buhl-Hansen geschlagen geben.

Im ILCA 7 kämpfte sich Nik Aaron Willim knapp ins Finale und segelte sich dann mit einem vierten Platz als zweitbester Deutscher auf den Gesamtrang 7.