Viermal in Folge, von 2022 bis 2025, gewann das Team H.E.A.T. den Corinthian-Weltmeistertitel in der Melges 32. Danach suchte Eigner Max Augustin ein neues Ziel – und fand es in der Cape 31, wo Circuit-Sieger, Europameister und Olympiamedaillengewinner an der Linie stehen. Wie es ist, als Weltmeister noch einmal bei null anzufangen, schildert das Team selbst:

Ein Jahr im Zeitraffer

Wenn wir auf 2026 zurückblicken, ging alles unglaublich schnell. Zu Jahresbeginn war die Cape 31 für uns noch ein Plan, der weit weg war. Dann fiel nach der langwierigen Bootssuche die Entscheidung, und wir holten unsere neue H.E.A.T. am 6. August in England ab. Danach ging es ohne Pause aufs Wasser: erste Trainingsschläge, Abläufe, Trimm und Manöver auf einem Boot, das für uns alle neu war. Am 30. September folgte die Taufe in Hamburg – gemeinsam mit unserem Hauptsponsor Wörmann, Akquinet, Freunden und Unterstützern.

Von der Abholung bis zum ersten Start in Saint-Tropez vergingen gerade einmal gut zwei Monate. Andere Teams in der Flotte segeln seit Jahren in unveränderter Besetzung zusammen – wir sind quasi direkt ins kalte Wasser gesprungen, an die Startlinie der stärksten Cape-31-Regatta des Jahres.

Ein historisches Feld

Der Gold Cup brachte zum ersten Mal die Flotten aus Großbritannien und dem Mittelmeer an einer Startlinie zusammen. Mit 28 Booten aus 12 Nationen war es das größte Feld der Klassengeschichte, gespickt mit Circuit-Siegern, Europameistern und Olympiamedaillengewinnern. Wie eng das Niveau ist, zeigt eine Zahl: Zehn Wettfahrten brachten zehn verschiedene Sieger hervor.

Die Regatta

Tag 1: Nach dem Practice Race am Dienstag startete der Gold Cup bei leichtem, drehendem Wind mit nur einer Wettfahrt. Für uns ein harter Einstieg: Platz 27.

Tag 2: Drei Rennen, und mit Platz 15 in Wettfahrt 3 der erste Beweis, dass wir im Mittelfeld mitsegeln können. Dazu ein 24. und ein 23. Platz.

Tag 3: Mit vier Wettfahrten der längste Tag der Woche. Mit jedem Rennen wurden die Abläufe an Bord sicherer, und die Ergebnisse (27, 21, 18, 20) zeigten eine klare Tendenz nach oben.

Tag 4: Bei Sonnenaufgang ging es raus, um ein kurzes Windfenster für die letzten beiden Rennen zu nutzen. In Wettfahrt 9 gelang uns dann unser bestes Ergebnis der Woche: Platz 8 in einem Feld voller Weltklasse-Teams. Das Abschlussrennen lief mit Platz 27 weniger glücklich, ändert aber nichts an dem, was wir mitnehmen.

In der Gesamtwertung beendeten wir den Gold Cup auf Platz 25. Den Titel sicherte sich das türkische Team Eker Süzme vor Django und Hatari.

Unser Fazit

Der Schritt in die Cape 31 war genau das, was wir wollten: eine Klasse mit einem der stärksten Felder der Welt. Mit einem 25. Platz in diese Klasse einzusteigen, fühlte sich für uns zunächst wie eine herbe Niederlage an. Für ein Team, das sein Boot erst seit wenigen Wochen segelt, war diese Woche aber genau das, was wir gebraucht haben: Rennpraxis auf höchstem Niveau, ein ehrliches Bild davon, wo wir stehen – und mit Platz 8 in Wettfahrt 9 den Beweis, dass wir vorne mitsegeln können, wenn alles zusammenpasst.

Danke

Unser Dank gilt der Société Nautique de Saint-Tropez und der Cape-31-Klasse für eine großartig organisierte Premiere, unserem Hauptsponsor Wörmann, unseren Sponsoren Akquinet und Frisch sowie allen Partnern, Freunden und Unterstützern, die dieses Projekt in so kurzer Zeit möglich gemacht haben. Wir sind Feuer und Flamme für 2027 und freuen uns schon jetzt darauf, in der Mittelmeer-Serie zu zeigen, was wir können – nächstes Jahr geht es erst richtig los!

Euer Team H.E.A.T.

An Bord: Max Augustin (Eigner), Johann Kohlhoff, Malte Winkel, David Heitzig, Svea Wrede, Mats Schönebeck, Dorian Heitzig, Anton Germershausen

Fotos: [Bildnachweis folgt]