Stanjek Cup mit 85 Optis auf dem Müggelsee

85 Opti-A-Seglerinnen und -Segler gingen am Wochenende beim Stanjek Sailing Cup in Berlin an den Start. Am Samstag verhinderte Flaute zunächst jede Wettfahrt, am Sonntag konnten auf dem Müggelsee vier Rennen gesegelt werden.

Wie sich dieses Wochenende zwischen nächtlicher Anreise, langem Warten auf Wind und einem starken Regattasonntag angefühlt hat, erzählt Anna Krupp in ihrem persönlichen Bericht:

Stanjek Cup – ein Leuchtturm

Wir sind am Samstag Morgen Richtung Berlin gestartet (genauer gesagt war es Samstagnacht – ich musste um 3:30 Uhr aufstehen und um 4 Uhr ging es los). Die Fahrt hat super geklappt und wir waren pünktlich da. Im Nachhinein hätte ich auch ausschlafen können, denn am Samstag war leider kein Wind. Nach langem Warten wurde gegen 15 Uhr für den Tag abgebrochen. Wir haben dann mit Matti und Michel eine Schlauchboot-Tour gemacht, die Müggelspree Richtung Köpenick entlang, es war ein richtig schöner Sommer-Nachmittag! Einige sind sogar ins Wasser gesprungen. Wieder zurück im Club hatte ich Glück und habe noch den letzten Teller Nudeln vom Segleressen bekommen. Danach haben wir einen sehr spannenden Vortrag von Robert Stanjek über das Ocean Race gehört, anschließend kam noch ein Partner von Robert und hat über Meeresverschmutzung und Umweltschutz berichtet (Joel Tasche von „Clean Hub“ – die sammeln Plastik aus den Weltmeeren). Bei der Tombola gab es viele Preise, ich habe eine Sonnenbrille gewonnen (die passt leider Papa besser als mir).

Am Sonntag war endlich Wind! Es ging früh los und wir konnten pünktlich starten. Im ersten Rennen bin ich einen 16. Platz gefahren – in einem Feld mit über 80 Boote fand ich das eigentlich ganz okay. Im 2. und 3. Rennen bin ich dann Erste geworden! Im zweiten Lauf sind zuerst alle zur falschen Tonne gefahren (ich auch). Als mir das klar wurde habe ich sofort umgelegt, bin mit den Böen zur richtigen Luvtonne gesegelt und war so mit Abstand vorne. Im dritten Rennen war ich an der Luvtonne dritte und habe es dann noch geschafft mich auf den ersten Platz vorzuarbeiten. Das vierte Rennen war mein Streicher (da sage ich nicht mehr dazu; wie der Führende und sein Team da gesegelt sind, fand ich nicht wirklich in Ordnung).

Insgesamt bin ich damit Dritte geworden. Vor mir auf dem zweiten Platz war der einzige andere Hamburger Segler, Michel Schauenburg, auch vom NRV. Gewonnen hat Amadou Ba, BYC.

Beim Stanjek Cup ist es immer schön und das Landprogramm macht richtig Spaß!

Robert Stanjek hat in seinem Vortrag von den „3 Leuchttürmen“ des Segelsports gesprochen (Olympia, America’s Cup und Ocean Race). Für mich ist der Stanjek Cup auf jeden Fall eine „Leuchtturm“-Regatta in meinem Opti-Kalender :)

Anna Krupp