Aus dem NRV Olympic Team: "Auf der Suche nach Alternativen"

Uns alle betreffen die Ausmaße des Coronavirus. Die Bilder aus der Welt sind erschütternd und wir als Sportler können nur unsere Vorbildfunktion als Athleten Deutschlands nutzen und an die Gesellschaft appellieren sich pflichtbewusst zu verhalten.

Tim Fischer und Fabian Graf bei der Hempel World Sailing Championship vor Aarhus 2018, wo das 49er-Duo Bronze geholt hat © Sailing Energy

Für jeden von uns hat sich im Alltag viel geändert. Bei uns Sportler sieht das wie folgt aus. Der Bundesstützpunkt und Hafen in Kiel ist gesperrt. Das heißt für uns gibt es keine Möglichkeit das Trainingsgelände zu betreten. Wassertraining und Krafttraining ist für mindestens einen Monat und vermutlich noch viel länger am Bundesstützpunkt ausgesetzt. Trotzdem sind wir auf der Suche nach Alternativen, da die internationale Konkurrenz, vor allem außerhalb Europas nicht den gleichen Umständen ausgesetzt sind. Ich habe mir in mein 15qm Zimmer einen Ruderergometer, Kettlebells, Hanteln und einen Peziball gestellt. Es ist wirklich alles sehr eng, aber es ist die beste Möglichkeit die körperliche Fitness hoch zu halten. Zusätzlich wird der DSV ein Online-Lerntool einrichten. Damit werden wir uns in vielen theoretischen Bereichen weiterbilden können.

Tim Fischer © privat

Seit kurzem steht fest, dass sich die Olympische Spiele verschieben werden. Auf die nationale Qualifikation wird das aber keine Auswirkungen haben. Es wird kein neues Qualifikationssystem geben. Die Planung richtet sich also weiterhin für Marseille 2024 aus. Das gibt mir die Möglichkeit mich wie geplant in meinem Studium erstmal digital fortzubilden.

Wir bedanken uns für Eure Unterstützung vor allem auch zu schwierigen Zeiten.