NRV Team kämpft sich an die Spitze und stellt einen Ligarekord auf

Beim zweiten Spieltag der Segel-Bundesliga 2019 konnten aufgrund der leichten Winde nur 5 Flights am Bodensee absolviert werden. Mit den Plätzen 2,1,2,1,3 konnten wir uns vor dem WVH aus Bremen und dem Bayerischen Yacht Club aus München durchsetzen.

Hochkonzentriert - Tobias Schadewaldt, Johann Kohlhoff, Hinnerk Müller und Florian Thoelen

Mit dem Durchschnittsscore von 1,8 haben wir dabei unseren alten Ligarekord aus Travemünde im Jahr 2018 eingestellt und sind als erstes Team unter 2,0 geblieben. Das war eins meiner Ziele für die Saison 2019, dass es dann gleich hier im Süden und bei so leichtem Wind funktioniert hätte ich nicht gedacht.

Aus unserer Sicht gab es dabei zwei entscheidende Situation. Zum einen gleich im ersten Rennen nach dem Start. Wir hatten freien Wind und lagen in der Mitte des Feldes, trotzdem wollte das Boot nicht so richtig losfahren und wir drohten in die zweite Reihe zurückzufallen. Alle diskutieren und überlegten und nach rund 20 Sekunden hatten wir die Fehler gefunden - ich war einfach zu dicht in der Grossschot gewesen. Ein Fehler den alle Steuerleute bei Leichtwind wohl kennen. Also alles noch weiter auf, zwei Grad runter mit dem Bug und ab ging das Boot. Von dem Zeitpunkt an hatten wir keine Probleme mehr auf der Kreuz und gaben die Pace an. Das war eine wichtige Grundlage für die kommenden Rennen. Es ist unbeschreiblich viel einfacher den Kopf aus dem Boot zu bekommen, wenn man sich seines Speeds sicher sein kann. 

Aufgrund von absoluten Leichtwindbedingungen konnten beim zweiten Liga-Event in Konstanz nur fünf Flights durchgeführt werden, Foto: Sven Jürgensen

Der zweite Schlüsselmoment ergab sich im letzten Rennen auf der zweiten Kreuz. Nach schwachem Beginn lagen wir nur auf Rang fünf. Direkt nach der Tonne setzten wir 3 Wenden auf eine relativ schnelle Abfolge von Winddrehern, alle Manöver saßen, die Konkurrenten versuchten uns zu decken, verloren aber etwas mehr Fahrt als wir. So kam Eins zum Anderen und wir konnten zwei Boote überholen - am Ende waren es die wahrscheinlich entscheidenen Punkte zum Sieg. Man kann in unserem Sport wohl nie wissen, wo die entscheidenen Meter vergeben werden.

Die anderen Top Teams aus der Liga haben es uns dabei nicht leicht gemacht. Ich erlaube mir den Tipp, dass die Top 4 aus Konstanz auch gut die Top 4 am Ende der Saison sein können. In welcher Reihenfolge es passiert, wir werden es sehen.

Teams der 1. Deutschen Segel-Bundesliga; Foto: Sven Jürgensen

Weiter geht es für uns mit der Bundesliga im Juli im Rahmen der Travemünde Woche.

Vielen Dank an alle Supporter für die Unterstützung - es war ein atemberaubendes Event, was wir lange nicht vergessen werden. Danke, dass ihr uns das ermöglicht.

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