"Eine klare Botschaft"

Alle 16 Flights konnten in Travemünde bei gänzlich unterschiedlichen Bedingungen absolviert werden. Nach einem missglückten ersten Tag können wir uns am Ende noch auf Platz 8 vorarbeiten und wahren damit den Kontakt zu den führenden Clubs aus Berlin und Bremen in der Gesamtwertung, wir liegen in der Gesamttabelle auf Platz 3.

Nach der Luvtonnen-Rundung auf dem Vorwindkurs - der Gennaker muss hoch; Klaas, Malte, Florian und Tobias sind hochkonzentriert

Am Samstag starteten wir bei heißen Temperaturen und südlichen Winden mit ungewohnt böigen Winden für die Travemünde Bucht in den dritten Spieltag der Segel-Bundesliga 2019. Strategisch kamen wir dabei nicht in den Rhythmus, fuhren gefühlt wie ein Esel der Karotte den Böen hinterher und antizipierten sie nicht. Außerdem kam es zu gleich drei Strafkringeln in fünf Wettfahren, allesamt aus Kleinigkeiten entstanden und doch in der Summe ein großes Problem.
Denn nach fünf Wettfahrten waren wir, diplomatisch ausgedrückt, damit ziemlich weit hinten im Klassement. Also abends einmal alles durchsprechen, Krönchen wieder richten und einen Plan für den Folgetag schmieden.

Am zweiten Tag hatte der Wind dann noch einmal auf bis zu 22 Knoten zuleget und wehte direkt ablandig und damit kaum minder böig aus West. Wir starteten entschlossen und strategisch besser. Konnten uns oftmals auf der linken Seite durchsetzten, dort ziemlich fette Kanten abreiten und zwischenzeitlich vier Rennen in Folge gewinnen.
Leider war diese Siegesserie umrahmt von letzten Plätzen. Aus diesen Rennen hätten gut erste Plätze werden können, aber kleine taktische Fehler in der direkten Positionierung zu starken Gegnern wurden hart bestraft und brachten uns entweder Strafkringel oder Probleme auf dem Vorwind ein. Ein ums andere Mal fuhren unsere Verfolger nach der Luvtonne etwas tiefer als wir und blockierten uns so bei den Halsen. Bei dem böigen Wind sind wir so schnell in die Flauten geschickt worden. Das war teuer.

Florian Weser, Malte Päsler, Tobias Schadewaldt und Klaas Höpcke gingen für den NRV beim 3. Segel-Bundesliga-Event an den Start

Am letzten Spieltag standen bei leichtem Nieselregen und 3-7 Knoten Wind noch vier Flights auf dem Programm. Gestärkt durch ein wunderbares Supporter-Dinner im Maritim Hotel, eingeladen von Herrn Wienholt, gingen wir mit hoher Motivation in diese Rennen. Nach zwei dramatischen Aufholjagden konnten wir die Plätze 3, 2, 1, 3 trotz drei weiterer Strafkringel erkämpfen. Solides Segeln ist natürlich etwas anderes, aber im Gesamtklassement konnten wir uns damit noch unter die Top Ten arbeiten.

Zusammengefasst sind acht Strafkringel einfach viel zu viel. Ein normaler Wert ist für uns zwischen null und eins. So kann es nicht für eine Platzierung ganz vorne in der Liga reichen. Also auch eine klare Botschaft worauf wir beim Vorbereitungstraining für St. Moritz achten dürfen.
Dort geht es in rund vier Wochen um den Titel in der Segel Champions League. Wir freuen uns schon sehr auf die Möglichkeit dort unser bestes Segeln auf den Parcours zu bringen und danken allen Supportern, dass sie uns dies ermöglichen.

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