©Nico Martinez/52 SS
Harm Müller-Spreer und seine Platoon Aviation sind mit einem starken zweiten Platz in die neue Saison der 52 Super Series gestartet. Beim Auftakt in Puerto Portals kam das Team auf 51 Punkte, einen Zähler vor No Way Back und neun Punkte hinter dem Sieger Sled. Es ist das beste Ergebnis für Müller-Spreer seit Rang zwei in Baiona im Juni 2025.
Der Kontrast zum Vorjahr ist deutlich. Beim Saisonauftakt 2025 in Saint-Tropez hatte die deutsche TP52 das Feld noch von hinten gesehen. Jetzt segelt Platoon Aviation wieder vorn mit – und das in einer Flotte, die auf 14 Boote gewachsen ist. Im Saisonverlauf sollen es sogar 16 werden. Quantum Racing, der Seriensieger der vergangenen Jahre, ist zwar nicht mehr dabei. Trotzdem hat das Feld an Breite und Qualität gewonnen.
Auf dem Wasser zeigt sich nun, was im Winter vorbereitet wurde. Platoon Aviation arbeitet nicht mehr mit dem Designbüro Botin zusammen, sondern mit Artemis Technologies aus Belfast. Das Boot wurde vollständig gescannt, drei Monate lang analysiert und anschließend umfassend weiterentwickelt. Neuer Kiel, mehrere neue Ruderblätter, neue Finne, neue Bombe – der Unterwasserbereich ist praktisch neu.
Sportlich brauchte Platoon Aviation zunächst etwas Anlauf. Müller-Spreer und seine Crew kamen im Verlauf der Woche aber immer besser in Fahrt und arbeiteten sich Schritt für Schritt nach vorn. Am Finaltag, bei Böen bis 27 Knoten, zeigte das Team seine stärkste Phase. Die Plätze drei und vier reichten, um den zweiten Gesamtrang abzusichern.
Den Sieg holte Sled von Takashi Okura. Dahinter segelte Pieter Heerema bei seiner ersten Regatta in der 52 Super Series direkt aufs Podium. Der Niederländer, 2021 Sieger des Drachen Gold Cups, hatte das Siegerboot von 2025 übernommen, inklusive großer Teile der früheren Quantum-Crew.
Müller-Spreer hat das Ziel für die Saison klar formuliert: Weltmeisterschaft und Gesamtsieg. Die nächste Standortbestimmung folgt bald.
Vom 15. bis 20. Juni segelt die Flotte vor Porto Cervo um den Rolex TP52 World Championship-Titel.