Silber und Bronze in der Corinthian Trophy und zwei Teams in den Top Five. Mit Jan Woortman, Caspar Dohse und Marcel Vockel sowie Arnt Bruhns, Soenke Bruhns, Jan Bruhns und Maurice Oster sind beim Yanmar Dragon Gold Cup 2026 in Puerto Portals zwei NRV Teams auf das Corinthian Podium gesegelt. Christoph Toepfer gelingt mit Markus Koy und Diego Negri  nach Platz 36 am ersten Tag eine gelungene Aufholjagd auf Gesamtrang Fünf und  Michael Zankel segelt mit Joao Maria Matos Rosa und Diogo Perera  knapp am Podium vorbei auf Platz 4.

Der Gold Cup braucht im NRV keine besondere Erklärung. Für viele Drachensegler im Club gehört diese Regatta seit jeher zu den ganz großen Maßstäben der Klasse – auch, weil sie als eine der wichtigsten und schwierigsten überhaupt gilt. Dass der NRV 2026 in Palma wieder stark vertreten war, zeigte sich mit zwei Crews auf dem Corinthian Podium, zwei Teams in den Top Five der Gesamtwertung und insgesamt 14 Booten am Start.

Der Gold Cup in Puerto Portals auf Mallorca war vom 12. bis 21. März sportlich wie taktisch eine echte Herausforderung. So früh im Jahr präsentierte sich die Bucht von Palma nicht mit verlässlicher Seebrise, sondern mit wenig Wind, drehenden Richtungen und schwer lesbaren Mustern. Genau darin lag die Schwierigkeit dieser Regatta. Wer Kipper, Böen und Dreher rechtzeitig erkannte, konnte innerhalb kurzer Zeit viele Plätze gutmachen. Wer auf der falschen Seite des Kurses stand, verlor ebenso schnell wieder den Anschluss. Das Feld blieb dadurch in Bewegung, Positionen wechselten ständig.

Gerade deshalb war dieser Gold Cup so anspruchsvoll. 65 Boote aus 16 Nationen gingen an den Start, viele davon mit großer Erfahrung und internationaler Klasse. Gesegelt wurden sechs lange Wettfahrten ohne Streicher – ein Format, das keine Fehler verzeiht. Das Bordchronometer an Bord der SAPPHIRE IV zählte am Ende 44 Stunden auf dem Wasser. Allein diese Zahl zeigt, was diese Serie den Teams abverlangte.

Der NRV war mit 14 Booten vertreten und stellte damit einen großen Teil der deutschen Flotte. Insgesamt gingen 21 Boote unter deutscher Flagge ins Rennen. Deutschland gehörte damit zu den stärksten Nationen im Feld – und der NRV prägte dieses Bild entscheidend mit.

In der Corinthian Trophy für reine Amateurcrews segelten Jan Woortman, Caspar Dohse und Marcel Vockel auf Platz zwei. Arnt Bruhns, Soenke Bruhns, Jan Bruhns und Maurice Oster folgten auf Platz drei. Zwei NRV Crews auf dem Corinthian Podium bei einem Gold Cup – das ist ein Ergebnis mit Gewicht.

Interessant ist die unterschiedliche Reihenfolge in Corinthian und Overall Wertung: In der Amateurwertung belegten Jan Woortman, Caspar Dohse und Marcel Vockel mit 32 Punkten Platz zwei, während Arnt Bruhns, Soenke Bruhns, Jan Bruhns und Maurice Oster mit 33 Punkten auf Platz drei kamen. In der Gesamtwertung zeigte sich dagegen das umgekehrte Bild: Dort lag die Crew um Arnt Bruhns auf Rang 11 vor Jan Woortman und seiner Crew auf Platz 12.

Vor allem auch in der Gesamtwertung ist der NRV prominent vertreten:

Michael Zankel, João Maria Matos Rosa und Diogo Perera segelten auf Platz vier und gewannen das fünfte Rennen. Das Team hatte Pech in der vierten Wettfahrt, als es über Funk mit einem BFD belegt wurde und nach Hause segeln musste, obwohl ein ganz anderes Team den Frühstart hatte. Mit einem 8-Punkte RDG konnten sie "nur" ihren Durchschnitt wettmachen und nicht auf der Bahn zeigen, was möglich gewesen wäre. 

Der amtierende deutsche Meister Christoph Toepfer folgte mit Markus Koy und Diego Negri auf Platz fünf. Das Team war am ersten Tag mit einem 36. Platz unglücklich in die Serie gestartet und arbeitete sich dann Tag für Tag mit den Plätzen 4-10-3-3-11 nach vorne. Nicola Friesen gelang ein Tagessieg im letzten Rennen; der DSQ in der zweiten Wettfahrt wog allerdings zu schwer, als dass sie mit ihrem Team Vadim Statsenko und Charles Nankin noch in die Top Ten hätte fahren können.

Auch im Nations Cup setzte der NRV Maßstäbe. Deutschland belegte Platz zwei – hinter Großbritannien, vor Belgien. In die Wertung flossen die Ergebnisse von Benjamin Hub  mit João Vidinha und Martin Westerdahl auf STILL IN THE MAKING, Arnt Bruhns, Soenke Bruhns, Jan Bruhns und Maurice Oster auf ISKAREEN sowie Michael Zankel, Joao Maria Matos Rosa und Diogo Perera auf EASY ein.

Den Gesamtsieg sicherten sich Grant Gordon, Luke Patience, Ruairidh Scott und Faye Chatterton mit GBR833 LOUISE RACING. Das schottische Team nutzte im letzten Rennen den Fehler des bis dahin führenden Schweizer Bootes Jan Eckert, Torvar Mirsky und Frederico Melo auf GINKGO RACING und machte den Titel mit Platz fünf im Finale perfekt.

44 Stunden auf dem Wasser. Sechs lange Wettfharten, kein Streicher. Der nächste Gold-Cup kommt bestimmt. Dann in Travemünde.

Alle Ergebnisse:

Jan Woortman, Caspar Dohse und Marcel Vockel kamen in der Corinthian Wertung auf die Plätze 13, 2, 1, 3, 5, 8 und damit auf 32 Punkte.

Arnt Bruhns, Soenke Bruhns, Jan Bruhns und Maurice Oster segelten in der Corinthian Wertung die Reihe 1, 1, 12, 5, 11, 3 und kamen auf 33 Punkte

Yanmar Dragon Gold Cup 2026