Michael Grau, Florian Thoelen, Willem van Waay und Jud Smith sind Vizeweltmeister in der J/80. Auf dem Lake Ontario segelte die Crew der „Paint it black“ über die gesamte Weltmeisterschaft in der Spitzengruppe – und sicherte sich im letzten Rennen endgültig Silber.
Schon der Auftakt gab die Richtung vor. Mit zwei dritten Plätzen startete „Paint it black“ in die Serie. Nach sechs Wettfahrten lag das Team mit 15 Nettopunkten gleichauf mit „Turbo Sloth“; nur der Tiebreak hielt Grau zu diesem Zeitpunkt noch auf Rang drei. Vorn hatte sich „Le Tigre“ aus San Diego mit einer Siegesserie bereits abgesetzt.
Am vorletzten Regattatag schob sich „Paint it black“ auf den zweiten Platz. Nach zehn Rennen standen 33 Punkte auf dem Konto – der Vorsprung auf die Verfolger blieb jedoch knapp. Silber war noch längst nicht entschieden.
Am letzten Regattatag hielt die Crew dem Druck stand. Mit den Plätzen fünf, drei und zwei verteidigte sie Rang zwei und beendete die Weltmeisterschaft mit 43 Punkten. „Turbo Sloth“ kam noch einmal heran, blieb in der Endabrechnung aber vier Punkte zurück. Weltmeister wurde „Le Tigre“, das die Serie mit neun Siegen beherrschte.
Mit an Bord war Florian Thoelen, der für den NRV auch in der Segel-Bundesliga startet. Michael Grau steuerte die „Paint it black“ im Alter von 80 Jahren zu WM-Silber – bemerkenswert, aber vor allem das Ergebnis einer starken Serie auf dem Lake Ontario.