Perth (Fremantle). Mit soliden, aber am Ende nicht ganz zufriedenstellenden Ergebnissen im Mittelfeld startet das deutsche SailGP Team um Steuermann Erik Heil in seine dritte Saison. Der Auftakt vor der australischen Küste von Fremantle hatte es in sich: Der „Fremantle Doctor“ zeigte einmal mehr, dass er nicht nur von sich reden mach und bläst mit Böen von über 30 Knoten, dazu eine kabbelige See, die den foilenden F50-Katamaranen höchste Konzentration abverlangt. Am zweiten Renntag verzeichnet die Flotte bei Extrembedingungen bis zu 95 km/h! Das deutsche Team kommt auf einen maximalen Speed von - an sich unfassbaren- 94,07 km/h.
Sportlich zeigt das TEam um Erik Heil starke Phasen und Baustellen, die unter Starkwind gnadenlos sichtbar werden: gute Starts und mutige Entscheidungen, aber immer wieder kleine Einbußen bei Speed und Manövern. Mehrfach arbeitet sich das Team durchs Feld nach vorn und fährt in die Top 8. Die Resultate spiegeln das Auf und Ab: Tag 1: 10, 7, 4, 9 – Tag 2: 8, 9, 8, am Ende Gesamtplatz 9.
Gleich im ersten Rennen wird es zudem brenzlig: In einer Situation mit den Italienern steht kurz eine Strafe im Raum. Nach technischer Überprüfung folgt die Entwarnung – kein Kontakt, keine Strafpunkte . Ein Moment, der einmal mehr zeigt, wie eng es in dieser Serie zugeht, wenn Wind und Welle den Puls hochtreiben.
Auch das Teilnehmerfeld bleibt nicht komplett: Von 13 gemeldeten Teams können nur 11 das Event vollständig bestreiten. Spanien muss nach einem Trainingsschaden passen, Neuseeland scheidet nach einer Kollision mit der Schweiz im Rennen vorzeitig aus. Dafür neu dabei in dieser Saison: das Team Schweden.
Vorn entscheidet Perth ebenfalls klar: Das Finale der besten drei bestreiten Großbritannien, Australien und Frankreich – und genau dieses Trio setzt sich damit auch an die Spitze der Tabelle.
Erik Heil fasst die Lage nach dem Auftakt so zusammen: „Jede Kleinigkeit macht den Unterschied.“ Genau an diesen Kleinigkeiten arbeitet das Team jetzt – weiter geht es beim zweiten Saison-Event am 14./15. Februar in Auckland (Neuseeland).