Ein verschwundenes Segel, ein vollgelaufener Opti und am Ende Platz drei: Beim Nordwasserpokal in Rostock erlebt Miro Schmerling ein Regattawochenende mit viel Wind und noch mehr Improvisation. 

Ein Bericht von Miro Schmerling (Opti B)

Der Nordwasserpokal 2026 in Rostock (13.-14.6.)

Als ich am Freitag meine Sachen für die Regatta packen wollte, waren plötzlich mein Trainingssegel mit Mast und Baum verschwunden. Sie lag nicht mehr im Segelschuppen, deshalb mussten wir uns Ausrüstung vom NRV leihen.

Bei unserer Ankunft in Rostock am Samstag, gab es zunächst nur wenig Wind. Doch dann frischte er stark auf, und es begann zu regnen.

Beim ersten Start lief mein Opti nach dem Umrunden der Tonne komplett voll Wasser. Ich musste mit beiden Pützen schöpfen, um das Boot wieder halbwegs leer zu bekommen. Oma und Papa schauten von der Hafenmole zu. Papa war relativ ruhig, aber Oma konnte kaum hinsehen.

Trotzdem erreichte ich als Fünfter das Ziel, weil ich auf der letzten Kreuz noch drei Boote überholen konnte. Das war ganz schön heftig: Viele Boote kenterten, und von 34 gestarteten Seglern kamen nur neun ins Ziel. Wegen des Sturms wurden an diesem Tag keine weiteren Wettfahrten gesegelt. Am Abend taten mir die Arme so weh, dass ich sie kaum noch heben konnte.

Am Sonntag hatte ich mich besser an den Wind gewöhnt. In den beiden Wettfahrten wurde ich Erster und Dritter. Damit erreichte ich insgesamt den dritten Platz.

Den Sieg holte Hedi Ziervogel vom KYC, Zweiter wurde Hans Kirsten vom RSC92. Insgesamt war es eine spannende und ziemlich aufregende Regatta. Vielen Dank an den RSC für die gute Orga!

Miro Schmerling, NRV (Opti B)