Starker Auftritt unter NRV Stander bei der 8. Baltic 500: Sechs Crews segeln in die Spitze des Feldes. „Red 2“ und „Vineta“ kamen als erste und zweite Yacht ins Ziel. In der ORC-Gesamtwertung belegten NRV Boote die Plätze zwei, drei, vier und sechs. In der Yardstick -Wertung segelte „Blue Chip“ auf Rang zwei. Dabei erreichten von 47 gestarteten Crews nur 29 überhaupt das Ziel.

Mathias Müller von Blumencron und Cole Brauer, die im September als Co-Skipperin von Boris Herrmann im Team Malizia beim Ocean Race Atlantic startet, überquerten am frühen Sonntagmorgen als Erste die Ziellinie. Ihre J/V 43 „Red 2“ brauchte für die 500 Seemeilen rund um Læsø 2 Tage, 16 Stunden, 38 Minuten und 51 Sekunden. Nur 23 Minuten später folgten Wolf Scheder-Bieschin und Arnt Bruhns auf der baugleichen „Vineta“.

Müller von Blumencron sagte nach dem Rennen gegenüber YACHT: „Es ist toll, wenn du ein Schiff nach modernen Kriterien kreierst und für raume Kurse konzipierst, das dann am Wind, bone-shaking, auch noch schnell fährt.“

In der berechneten Gesamtwertung war Tobias Brinkmann mit Sönke Boy auf der Pogo RC „Mariejo“ das beste NRV-Boot. Sie segelten auf Platz zwei der ORC-Gesamtwertung, geschlagen nur von Jonas Hallberg und Jonas Hiller auf der neuen JPK 10.50 „Hinden“.

Brinkmann und Boy hielten lange dagegen, mussten Hallberg und Hiller auf dem Rückweg aber ziehen lassen. Dahinter folgten „Red 2“ und „Vineta“ auf den ORC-Plätzen drei und vier. Auf Rang sechs kam „Salicornia“ mit Arno Böhnert und Christian Heerman, mit ihrer First 36.

Auch in der Yardstick-Wertung gab es ein NRV-Ergebnis auf dem Podium: Michael Ueberall und Lars Pfeiffer segelten mit der C&C 115 „Blue Chip“ auf Platz zwei.

Deutlich härter traf es Andreas Baden und Szabolcs Weöres auf der Class 40 „Cantaloop40“. Ohne Strom und Motor kämpften sie sich weiter durch die Strecke. Am Ende wurden sie von den Veranstaltern in den Hafen geschleppt. In der ORC-Wertung blieb Platz 17.

Die Baltic 500 zeigte sich zu ihrer 8. Auflage von ihrer rauen Seite. Fast 40 Prozent der Crews gaben auf. Kälte, Gewitterfronten bei Læsø und eine harte Kreuz von Læsø bis zur Großen-Belt-Brücke forderten ihren Tribut.

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