Allgemeines

Mitgliederversammlung

Essenz: Ein Abend, an dem Zukunft gestaltet wurde.

Aus dem erwarteten „verdammt schwierigen Abend“ so Kommodore Gunter Persiehl in seinen Begrüßungsworten, wurde der konstruktive Rahmen und sehr klar umrissene Startpunkt der erfolgsversprechenden Zukunft des NRV. Als ehemals „größter Gegner“ der Punkte, die auf der Agenda standen, bedankte sich Persiehl bei Andreas Christiansen, Detlef Thomsen und Tobias König für Gespräche und Erkenntnisse, die er nie vergessen werde und die für ihn eine „anstrengende Wohltat“ waren. „Ich bin zwischenzeitlich das stolzeste Mitglied im Club“, so Persiehl und machte klar, dass der NRV auf einem Niveau agiert, um das er in Deutschland beneidet wird.

Den leidenschaftlichen Eröffnungsworten des Kommodores folgten, nach der Entscheidung, offen zu wählen, der Jahresbericht des Vorstandsvorsitzenden Tobias König, der u.a. Walter Gross-Fengels für die fachliche Unterstützung in der Krise und während des Shutdowns dankte, die es ermöglichte, dass der NRV sehr schnell klare Regularien aufstellen und Entscheidungen treffen konnte. Des weiteren wurde Holger Eschholz, Detlef Thomsen, Christian Seegers und Gerd Rötters für Ihre langjährige, ehrenamtliche Unterstützung gedankt. Ebenso galt der Dank all den ehrenamtlichen Helfern, ohne die der NRV nicht der NRV wäre. Last but not least wurden das tolle Engagement und der Ideenreichtum von Toni Schmatz und Philipp Honnef hervorgehoben, die während der Krise aus Eigeninitiative handelten, online Fitness Kurse anboten und Kinder so schnell wie möglich wieder auf’s Wasser brachten. Gedankt wurde auch der Geschäftsstelle u.a. für deren Kampf um die Einhaltung der Hygieneregeln, „ Ihr habt Euch damit nicht beliebt gemacht, aber das war nun mal nötig“.

Tobias König machte gleich zu Beginn der Veranstaltung klar, dass die geplante Satzungsänderung die wesentliche Voraussetzung für die Fortführung der Arbeit des Vorstandes sei.

Klare Worte waren bezeichnend für diesen Abend in der edel-optics Arena in Wilhemsburg. Begleitend von dem Anspruch „die seglerische und gesellschaftliche Elite“ zu sein und dem Ziel, dass „wir wieder Mitglieder in den Top Gremien des DSV haben“.

Die wunderbare Rede der Alsterratten und die Zeiteffiziente Danksagung der Alsterpiraten, gefolgt von den Jugendsprechern des NRV Polli Wanser und Jakob Giese zeigten, dass sich der NRV keine Nachwuchssorgen machen muss.

Dem Bericht des Schatzmeisters, Volker Ernst, über das Geschäftsjahr 2019 folgte der Bericht der Rechnungsprüfer über das Geschäftsjahr 2019, Ralf Döbler, Dr. Werner Irrgang.

Conrad Poppenhusen dankte dem Vorstand für die „unglaubliche Arbeit, die geleistet wurde“ und stellte den Antrag, den Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 zu entlasten. Dem wurde stattgegeben.

Es blieb ein Abend der klaren Entscheidungen. Der NRV nimmt nun in der Präambel der Satzung eine klare Haltung ein. Die Satzung in der endgültigen Fassung vom 7. August 2020 wurde beschlossen und somit die Satzung des NRV in der bisherigen Fassung ab dem Ende der Mitgliederversammlung aufgehoben.

„Ich freue mich, dass Ihr es geschafft habt, alle Störungen auszuschliessen“ -dieses Statement aus den Reihen der Anwesenden verdeutlichte, in welcher Dynamik dieser "Abend der Zukunft" stattfand.

Die Beitragsordnung in der Fassung vom 13. Juli 2020 mit Wirkung für das Geschäftsjahr 2020 wurde beschlossen, ebenso wie der Etat für die Geschäftsjahre 2020/2021.

Das im Vorwege intensiv diskutierte Thema Inklusion im NRV wurde mit dem Beschluss Inklusion im Segelsport im NRV zu ermöglichen und durchzuführen manifestiert.

Ebenfalls wurde beschlossen, dass die Erweiterung und teilweise Verlegung des Jugendhafens, die Errichtung eines Inklusions-Stützpunkts, die Sanierung der Steganlagen und der barrierefreie Umbau des NRV Clubhauses mit Fördermitteln der Hamburgischen Bürgerschaft, des Bezirks und weiteren Finanzmitteln von Spendern und Mäzenen umgesetzt wird.

Der Abend endete mit der Wahl von Bendix Hügelmann zum neuen Offshore Vorstand und der Bestätigung von Sven Erik Horsch als Inshore Vorstand.

Über den letzten Antrag des Abend, „Freibier und Handschlag“ für alle Mitglieder ab 69 konnte zum großem Bedauern des Versammlungsleiters Niklas Ganssauge aufgrund der nicht präzisen Formulierung leider nicht abgestimmt werden.

Um ca. 23.30 Uhr hatte der NRV eine sowohl richtungsweisende als auch solide und den Werten des Vereins gerecht werdende Basis für die Zukunft des Vereins beschlossen, die sicherlich eine enorme Strahlkraft über die Grenzen Hamburgs hinaus haben wird und den NRV einmal mehr zu dem macht, was Kommodore Persiehl eingangs so plakativ darstellte „ein Verein, auf den in Deutschland mit Neid geschaut wird".