Sie strotzen voller Zuversicht und waren so gut dabei, als ein lauter Schlag die Situation von einem Moment auf den anderen komplett drehte: Nach einem Bruch am Mast, können Lennart Burke und Melwin Fink nicht weiter gen Sydney segeln, sondern müssen erstmal rund 1400 Seemeilen zurück nach La Réunion. Aufgeben ist für das Team allerdings keine Option.

 „Wir sind super traurig und enttäuscht, dass wir die Etappe nicht fortsetzen können… aber Sicherheit hat für uns oberste Priorität!“, sagt Lennart Burke.

Stundenlang sicherte das Team das Rigg und steuert seither nördlichere, ruhigere Gewässer an. Die Enttäuschung sitzt tief – doch die Entschlossenheit ist größer. La Réunion, französisches Überseegebiet und EU-Boden, ist nun der beste Ort für Reparatur, Refit und Neustart.

Die Geschichte von Burke und Fink ist seit Beginn von Improvisation und Kampfgeist geprägt: Erst im April 2025 entschlossen sie sich zur Teilnahme an der Globe40, bauten in Rekordzeit ihr Projekt Next Generation Boating Around the World auf – mit eigenem Team, wenig Budget und viel Leidenschaft. Mit dem Hamburger Bauunternehmen Otto Wulff als Hauptsponsor starteten sie im Mai in die Weltumsegelung – als jüngstes Team des gesamten Starterfelds.

Dass sie jetzt nicht einfach aufgeben, überrascht niemand, der die beiden kennt. Schon in Etappe 1 verloren sie ein Segel, in Etappe 2 holten sie mit kluger Taktik einen Rückstand von über 600 Seemeilen auf und wurden noch Zweite.

„Aufgeben ist keine Option!“, sagt Melwin Fink – und man glaubt es ihm sofort.

Jetzt gilt es, den Mast zu sichern, die Überfahrt durchzustehen – und den Blick nach vorn zu richten. Denn auch wenn die Etappe verloren ist: Die Reise geht weiter.

Hier gehts zum Tracker:

https://www.globe40.com/cartographie/