Beim diesjährigen Herrenessen im NRV rückten über hundert Herren im "Unterhaus" eng zusammen – und erlebten einen besonderen Abend, wie lange nicht. Die Küche servierte Grünkohl „mit allem Zick und Zack“, Service und Team legten sich trotz Insolvenz der Club-Ökonomie sichtbar noch einmal ins Zeug und bekamen dafür mehr als Applaus. Zwischen eiskaltem Helbing, vielen Begegnungen und spürbarer Dankbarkeit entstand eine Stimmung, in der Stolz auf den Verein, seglerische Erfolge und Gemeinschaft sehr nah beieinander lagen.  Wie sich diese Stimmung anfühlte und warum der NRV sich an diesem Abend durchaus auf die Schulter klopfen durfte, hat Kai Krüger aufgeschrieben:

Zum diesjährigen Herrenessen kam ein Grünkohl auf die eng zusammengeschobenen Tische im Unterhaus, der es, wie Vorstand Tobias König laut anmerkte, "in sich hatte – so gut war er wohl noch nie".

Von einer Ökonomiepleite nicht die Spur, im Gegenteil. Das Küchen- und Serviceteam hatte sich noch einmal ins Geschirr gelegt und den versammelten Herren ein grünes Dinner mit allem Zick und Zack serviert, das bis hin zum eiskalten Helbing und abschließenden Schokobruch keine Wünsche offen ließ. Ohne die gute Stimmung an den Tischen wäre Melancholie aufgekommen: Was ging's uns doch gut mit diesem Team und dieser Küche!

Vereinschef König betonte denn auch, man möge den Abend besonders genießen. Und ein anständiges Trinkgeld nicht vergessen für ein Team, an dem die Insolvenz der Ökonomie und die notwendige Neuausrichtung gewiss nicht gelegen haben. Wohl wahr, konnte man da nur aus vollem Bauch beipflichten.

Vom Moll zurück zum Dur. Ohne den traditionellen Siegerehrungen am Neujahrsempfang vorgreifen zu wollen, tat Tobias König nach dem Küchenlob genau das. Er würdigte ausdrücklich das NRV-Ligateam, das dies Jahr erst die Meisterschaft der Juniorenliga gewann und es anschließend auch den Großen in der Bundesliga zeigte. Damit ist der NRV nun zum achten Mal Meister der Bundesliga geworden, plus einmal Vize und zweimal Dritter. Nur zwei von mittlerweile 13 Bundesligajahren blieben blank. Wenn es noch eines Belegs für die exzellente Jugendarbeit unseres Vereins bedürfe, dann bitte hier, sagte König. Auch an dieser Stelle: Wohl wahr!

Es ist in der Tat kein schlechter Verein, der NRV. Seien wir Optimisten! Freuen wir uns auf den nächsten guten Grünkohl, unter welchem Vorzeichen auch immer, auf die nächste BuLi-Meisterschale, unter welchem Nachwuchs auch immer, und über einen Verein, auf den wir trotz welcher Panne auch immer gern mal etwas stolz sein können!

Kai Krüger


Herrenessen mit Starboot-Oldies (von links): Hans-Jürgen "Speedy" Bense, Gunter "Piese" Persiehl, Herbert "Puffy" Braasch, Hanspeter Berkes, Jochen Diercks, Arne Schmidt, Wulf Kahl und Jürgen Paust, bestens bedient von einem Team, dem reichlich Dank gespendet wurde. ©Kai Krüger