©Brett Phibs (oben) und Felix Diemer (unten) | Sail GP
Sydney versprach diesmal etwas Besonderes: Zum ersten Mal in der Geschichte des SailGP sollte die Serie bis in die Dämmerung hinein segeln – Twilight-Racing in der „golden hour" über dem Harbour. Was kam, war leichtes, wechselhaftes Lüftchen statt Segelwind und mehr Wolken, denn Sonnenuntergang.
Shark Island, am Rande des Kurses gelegen, warf weite Windschatten und -dreher über das Wasser. Freien Wind finden, auf den Foils bleiben, Tempo halten – das war unter diesen Bedingungen die einzige Taktik, die zählte.
Für das deutsche Team um Erik Kosegarten-Heil hing das Wochenende an den Starts. Wer nicht sofort freien Wind fand, steckte im Windschatten des Feldes fest. Trainer Lennart Briesenick-Pudenz resultierte nach Tag 1: „Drei von vier Starts am ersten Tag gelangen nicht wie gewünscht."
UND: An beiden Renntagen gelang der Mannschaft jeweils ein hervorragender zweiter Platz. Aus dem Team hieß es, man sei besonders stolz auf die Analyse nach Tag eins, die diese Steigerung ermöglicht habe. „Kurze Kurse vor Shark Island und wechselhafte Leichtwindbedingungen verlangten uns alles ab – inklusive technischem Feintuning und viel Topfschlagen auf dem Wasser."
Im Resümee steht nun: Platz acht in Sydney, drei weitere Punkte ,was Gesamtrang neun mit 10 Punkten bedeutet und vor allem: weiterhin direkter Kontakt zu den Top 7 der Saisonwertung.
Weiter geht es am 11. und 12. April: Beim Enel Brasil Sail Grand Prix macht das SailGP erstmals in Rio de Janeiro Station.