Fotos ©Pepe Hartmann
Vier Punkte Vorsprung, zwei starke Wettkampftage im Rücken und dann entgleitet der Sieg am letzten Tag doch noch: Nik Aaron Willim hat bei der Eastern District Championship im Rahmen der 88. Warnemünder Woche eine starke Serie gesegelt. Der NRV Olympic Team-Segler führte die Wertung bis zur Entscheidung an, musste sich am Ende aber mit Platz zwei begnügen.
Zwei Tage lang gab Willim im Feld der olympischen Einhandjolle den Ton an. Schon zum Auftakt setzte er sich an die Spitze. Auch am zweiten Tag blieb er vorn – trotz anspruchsvoller Bedingungen mit Böen von bis zu 37 Knoten und einem engen Duell mit Titelverteidiger Ole Schweckendiek vom Kieler Yacht-Club.
Schweckendiek gewann zwar die erste Wettfahrt des Tages, kam im zweiten Rennen nach einem schlechten Start und einer falschen Entscheidung gegen die Winddreher aber nur als Neunter ins Ziel. Willim behauptete seine Führung und ging mit vier Punkten Vorsprung in die Entscheidung. Auch wenn es schon im letzten Rennen nicht ganz so gut mehr gelaufen war: „Gestern war das letzte Rennen schlecht: Ich bin nicht gut von der Linie weggekommen, habe einige strategische Fehler gemacht und dann zu viel Abstand nach vorne gehabt. Habe dann aber alles gegeben und war wieder Dritter, bin dann aber leider umgekippt. Ich habe vielleicht etwas zu viel gegeben“, blickte Willim auf den vorletzten Tag zurück.
Am Schlusstag kippte das Bild. Schweckendiek erwischte die beiden letzten Rennen nahezu perfekt und segelte mit den Plätzen eins und zwei noch am NRV Segler vorbei zum Gesamtsieg. Willim geriet früh unter Druck und konnte den Vorsprung nicht mehr verteidigen.
Für Willim bleibt dennoch ein starkes Ergebnis. Nach seiner Olympiakampagne hatte er 2024 pausiert – gesundheitlich bedingt durch chronische Migräne, parallel dazu schloss er sein Masterstudium ab. In diesem Jahr segelt er wieder auf hohem Niveau.
Der Blick geht nun weiter in die Saison. In wenigen Monaten steht die Weltmeisterschaft in Dublin auf dem Programm. Warnemünde, so viel steht für Willim schon jetzt fest, wird er gerne wiedersehen.