Zur Saisonhalbzeit gastierte die SailGP-Liga mit ihren foilenden F50-Katamaranen in Halifax an der kanadischen Ostküste. Das Revier vor Nova Scotia machte es allen schwer – der Wind war kaum zu lesen, gesegelt wurde in zwei Gruppen.
Im letzten Lauf an Tag zwei war für die Deutschen noch alles drin. Um ins Finale einzuziehen, musste das Team von Steuermann Erik Kosegarten-Heil die Schweizer abfangen und zwei Plätze vor ihnen ins Ziel kommen. Doch der entscheidende Start misslang – das Team ließ Meter liegen und musste sich von hinten nach vorn arbeiten. Kosegarten-Heil wählte mit seiner Crew die riskante Kursseite: weniger Wind, dafür die Chance auf einen letzten Angriff. Es reichte nicht. Im Halifax-Gesamtergebnis blieb Rang acht – in der Saisonwertung bleibt das Team Siebter.
Den Sieg holten sich die Spanier, im ersten Vier-Boote-Finale der SailGP-Geschichte.
Unterm Strich blickt das Team ohne Hader auf Halifax zurück: „Es war kein schlechtes Wochenende, aber es hat sich am Ende punkte technisch unglücklich für uns angefühlt. Unser wichtigstes Learning: Wir müssen besser von der Startlinie wegkommen. Wir können gut aufholen, aber wir wollen uns diese Aufholjagden nicht jedes Mal erarbeiten müssen."
Jetzt geht der Blick nach Europa – mit Trainingstagen am Gardasee, dann Portsmouth am 25. und 26. Juli und im August dem Heimrennen in Sassnitz.