©Jason Ludlow for SailGP

Erst der Ruderbruch im Practice Race, dann ein schwieriger Start in den zweiten Renntag und am Ende das erste Podium der Saison. Für das Germany SailGP Team presented by Deutsche Bank wurde der Bermuda Sail Grand Prix auf dem Great Sound zu einem Wochenende, das immer wieder mal zu kippen drohte und am Ende überaus erfolgreich mit Rang drei endete.

Fahrer Erik Heil und seine Crew zogen in Bermuda erstmals in dieser Saison in das Finale der besten drei ein. Dort traf das deutsche Team auf Australien und Spanien. Die Bonds Flying Roos um Tom Slingsby gewannen das Event, Spanien wurde Zweiter, Germany SailGP Team presented by Deutsche Bank kam als Dritter ins Ziel.

Der Weg dorthin war eng. Nach dem technischen Rückschlag im Training begann auch der zweite Renntag nicht nach Plan. In Race 5 kam das Team nicht sauber von der Linie weg, kassierte eine Penalty und musste sich durchs Feld arbeiten. Auch in Race 6 lag die Crew zwischenzeitlich weit zurück. Doch genau dort hielt sie sich im Rennen um den Finaleinzug.

„Aufholen können wir!“, schrieb das Team später auf LinkedIn.

Die Entscheidung fiel im letzten Fleet Race. Jetzt passte der Start. Erik Heils Crew kam mit Speed über die Linie, übernahm die Kontrolle und gewann das Rennen mit einem beeindruckenden Start-Ziel-Sieg. In der offiziellen Pressemitteilung wurde Race sieben als direkter Kampf um den letzten Platz im Finale beschrieben. Deutschland nutzte diesen Moment, trotz instabiler Brise und eines kurzen Moments ohne Foilspeed.

Für das Team war dieser Lauf ein Schlüsselrennen. „Dieser entscheidende Start-Ziel-Sieg war wahrscheinlich einer unserer wichtigsten Momente in dieser Saison“, hieß es auf LinkedIn. „Am Start hat alles gepasst. Mit viel Speed genau im richtigen Moment über die Linie zu kommen, ist in diesem Weltklasse-Feld das A und O.“

Auch Erik Heil beschrieb die Bedingungen auf dem Great Sound als besonders. „Conditions today were pretty amazing. Landmark conditions in Bermuda flat water. Enough breeze to foil, enough breeze to stay the boat. It’s really cool – really cool to come back to this place next year. It was great“, sagte er nach dem Rennen.

Im Finale setzte sich Australien früh ab. Dahinter blieb Deutschland in Reichweite zu Spanien. Bis zur letzten Markierung kämpfte Erik Heils Crew mit Diego Botíns Team um Platz zwei. „Das war echt knapp und Platz 2 in greifbarer Nähe“, schrieb das Team. Rückblickend hätte man den Start etwas anders anlegen müssen, zugleich sei man mit der Distanz nach vorne und dem eigenen Speed „extrem zufrieden“ gewesen.

Mit Platz drei in Bermuda steht für das Germany SailGP Team presented by Deutsche Bank das erste Podium der Saison. In der Gesamtwertung liegt die Crew nun auf Rang sechs. 

Weiter geht es am 30. und 31. Mai in New York.