Der Eisarsch hat eine neue Siegerin – und eine lange Lücke geschlossen. Seit 1969 wird die Kultregatta des Lübecker Yacht-Clubs auf der Wakenitz ausgetragen, erst seit 2019 sind Frauen überhaupt zugelassen. In diesem Jahr gelingt Undine Höfener vom Seesportclub Ueckermünde der historische Schritt: Mit dem Opti „Ströper“ arbeitet sie sich im Feld der 61 „geeigneten Erwachsenen“ nach vorn, schnappt Rekordsieger Sven Kruse auf der letzten Kreuz den Sieg weg und sorgt nach dem „Kalten-Kanne“-Erfolg von Sonja Krabbe für das nächste starke Frauenzeichen in der Winter-Opti-Szene.
Ein Bericht von Sven Kruse:
Das ewig Weibliche zieht uns hinan: In der lange von Männern dominierten Winteropti-Regatta-Szene haben die Damen das Zepter in die Hand genommen. Was bei der diesjährigen Kalten Kanne mit dem Sieg von Sonja Krabbe anfing, hat sich beim Eisarsch fortgesetzt. Zwar hatte ich mir vom Start an in zwei Runden eigentlich einen Vorsprung heraus gesegelt, der sich ganz ausreichend anfühlte, aber eine Seglerin, Undine Höfener aus Ückermünde, raste mit irrem Speed durch das über 60 Boote zählende Feld. Als ich das merkte, war nicht die Frage, ob sie mich überholt, es war nur die Frage, wann das passiert und ob ich mich rechtzeitig ins Ziel würde retten können. Und das konnte ich nicht, es passierte Mitte der letzten Kreuz. So gewann erstmals in der 57 jährigen Geschichte des Eisarschs eine Dame verdient diesen Pokal; vielleicht ein Ansporn, im nächsten Jahr wieder anzutreten?
Foto unten: 61 Optis nahmen an der diesjährigen Eisarsch Regatta des LYC teils. ©Christian Beeck