Wer beim NRV eine Regatta segelt, weiß: Irgendwer hat die Tonne gelegt. Irgendwer hat den Wind gemessen, das Ergebnis notiert, das Regattabüro abgewickelt, irgendwer war Jury oder Schiedsrichter, war Bootsbetreuer, oder unterstützender Trainer, war der, der wieder weggeräumt. Einmal im Jahr dreht der Verein den Spieß um – dann sind alle "Irgendwer" die Hauptpersonen mit Namen und Gesichtern. Vergangenen Freitag war es wieder so weit.  Mit dem Helferessen würdigt der NRV seine Helfer, die unermüdlich ehrenamtliches Engagement leisten.

Clubvorsitzender Tobias König machte in seiner Rede klar, was viele wissen, aber selten so direkt von höchster Stelle zu hören bekommen: Ein erfolgreicher Verein wie der NRV steht und fällt mit seinem Ehrenamt. Ohne die vielen Freiwilligen, die Regatten organisieren, Tonnen legen, schreiben, koordinieren und einfach da sind, wenn es darauf ankommt, wäre das alles nicht möglich.

Hans Herbert Hoffmann, der die Alster Wettfahrtleitung beim NRV über unzählige Jahre geprägt hat, hatte sich Ende vergangenen Jahres in den ehrenamtlichen Ruhestand verabschiedet. Beim Helferessen wurde der Staffelstab nun offiziell weitergegeben: Vizekommodore Prinz Alexander von Schleswig-Holstein und Lars Ginap übernehmen künftig die Wettfahrtleitung der Drachen.

Den Mose-Preis, gestiftet von Marlen Mose, erhielt in diesem Jahr Gitti Horsch. Der Wanderpreis zeichnet die Frau aus, die im zurückliegenden Jahr am meisten ehrenamtlich als Teil der Wettfahrtleitung gewirkt hat, ob als Schreiberling, in der Landorganisation oder direkt auf dem Wasser. Gitti Horsch, die den NRV seit Jahrzehnten kennt und begleitet, wurde damit für ihr Engagement geehrt, das selten im Rampenlicht steht, aber unverzichtbar ist.

Auch das Clubhaus 1868-Team hatte seinen Auftritt: Der Abend war die erste Generalprobe der neuen Küchen- und Servicestruktur – und die fiel gut aus. Das Catering überzeugte, nicht zuletzt dank einer gelungenen Service Mischung aus neuen Gesichtern und bewährten Kräften; Moni, Regina und Sanito sorgten dafür, dass der Abend reibungslos lief.

Einen Schatten warf die Herausforderung der Kurzfristigkeit - Nachdem die bisherige Gastronomie im Dezember Insolvenz anmelden musste, war längere Zeit unklar, ob und in welcher Form das Helferessen überhaupt stattfinden kann. Erst mit dem neuen Gastroteam, das offiziell zum 01.04. startet, konnte kurzfristig ein Termin gefunden werden, um das traditionelle Helferessen trotzdem und vorzeitig umzusetzen.
Durch diese sehr kurzfristige Organisation war es leider nicht möglich, vollständige Einladungslisten zusammenzustellen und abschließend abzugleichen. Sollte dadurch jemand keine Einladung erhalten haben, obwohl er oder sie sich in besonderer Weise engagiert hat, bittet das Orga Team aus der Geschäftsstelle dies ausdrücklich zu entschuldigen. "Das entspricht nicht unserem Anspruch an Wertschätzung gegenüber unseren Ehrenamtlichen", so Jola Schönebeck.

Der Rest des Abends gehörte dem, wofür das Helferessen gemacht ist: Wiedersehen, Reden, Anstoßen. Und dem stillen Einverständnis, dass man im nächsten Jahr wieder dabei ist.

Wer noch nie dabei war, aber in Zukunft gerne als Helfer mitwirken möchte, melde sich bitte gerne direkt an mail@nrv.de.