Lennart Burke und Melwin Fink sind zurück im Rennen: Am Sonntag fiel in Recife der Startschuss zur sechsten und letzten Etappe der Globe40 mit Kurs auf Lorient. Für das Team Next Generation Boating Around the World ist das weit mehr als ein normaler Etappenstart. Es ist die Rückkehr nach einem erzwungenen Ausfall, der mehr als zwei Monate dauerte.

Der Rückblick: Nur eine Woche nach dem Start der dritten Etappe zwang ein Materialschaden am Rigg die beiden zur Aufgabe. Aus Sicherheitsgründen segelten sie ihre Class40 zurück nach La Réunion. Dort übernahm Melwin Fink gemeinsam mit der Shore-Crew die Reparaturen, bevor er das Boot Anfang März über den Indischen Ozean nach Brasilien überführte. Am 10. März kam die Yacht in Recife an, Lennart Burke reiste zehn Tage später per Flugzeug nach.

Es folgten zweieinhalb intensive Vorbereitungswochen in Recife – bei Temperaturen, die mit norddeutschem Segelwetter wenig gemeinsam haben. Gearbeitet wurde deshalb vor allem in den frühen Morgenstunden und nach der Siesta. Während der Überführung nach Brasilien waren dann ein Windsensor gebrochen und eine kleine Blessur am Ruderblatt entdeckt worden. Beides wurde behoben. Ansonsten hatte der Racer die Passage von La Réunion nach Brasilien tadellos überstanden. Burke und Fink prüften das Boot von oben bis unten, vom Bug bis zum Heck. Das Ergebnis: startklar.

Nun liegen 4.290 Seemeilen vor ihnen, die direkte Route misst rund 3.500 Seemeilen. Melwin Fink rechnet mit einer Reisezeit von 15 bis 16 Tagen. Bis zu den Azoren dürfte der Atlantik noch vergleichsweise freundlich bleiben – mit moderaten Winden und angenehmen Temperaturen. Danach wird es anspruchsvoller: Auf Höhe der Biscaya werden westliche Stürme erwartet, denen die Crew möglichst ausweichen muss.

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