Erik Heil und Max Boehme holen sich den deutschen Meistertitel im 49er auf der Alster

Drei Tage lang zeigten zehn Teams der schnellsten olympischen Bootsklasse Segelsport vom Feinsten mitten in der Hansestadt Hamburg. Veranstaltet vom Norddeutschen Regatta Verein in seinem 150. Jubiläumsjahr, kämpften die besten deutschen 49er Crews in der rasanten Skiff-Jolle um den Meistertitel.

Auf dem Treppchen der IDM der 49er: Platz 1. Erik Heil (NRV) und Max Boehme (KYC), 2. Platz Fabian Graf (VSaW) und Tim Fischer (NRV), 3. Platz Jakob Meggendorfer (BYC) und Andreas Spranger (BYC) zusammen mit NRV Kommodore und „Vater“ des NRV Olympic Teams Gunter Persiehl; Foto: Sven Jürgensen / NRV

Die deutsche Leistungsspitze der 49er-Klasse duellierte sich vom 17.-19. August immer wieder um die Führung. Tim Fischer (NRV) und Fabian Graf (VSaW), die erst letzte Woche mit ihrem spektakulären WM Bronze-Gewinn in Aarhus überzeugten, lagen nach sieben Wettfahrten am Samstag punktgleich auf mit ihrer stärksten Konkurrenz Erik Heil (NRV), Bronzemedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele 2016 in Rio, und Max Boehme (KYC). Heil, der sonst mit Thomas Plößel (NRV) segelt, hatte in den letzten drei Wettfahrten am heutigen Sonntag den besseren Riecher für den Wind und ließ Fischer / Graf am Ende hinter sich auf Platz zwei. Bei den klassischen Alsterbedingungen mit extremen Winddrehern das Boot nicht kentern zu lassen und die einsetzenden Böen auf dem Wasser frühzeitig gut zu erkennen, war eine Herausforderung für alle Segler. „Normalerweise segeln wir nicht auf so kleinen Revieren“, sagte Erik Heil.


Ein hochkarätig besetztes Feld nahm an der IDM der 49er auf der Alster vom 17.-19. August teil; Foto: Sven Jürgensen / NRV 

Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger vom Bayrischen Yacht-Club belegten nach zehn spannenden Wettfahrten Platz drei. Neben Ruhm und Ehre freuten sie die drei Teams auf dem Podium auch über ein Preisgeld. „Wir sind sehr stolz über den Erfolg unserer beiden Olympic Team Mitglieder Erik Heil und Tim Fischer.“, sagte Clubmanager Klaus Lahme. „Der Doppelerfolg zeigt uns, dass wir mit unserer Spitzenförderung auf dem richtigen Weg zu den olympischen Spielen 2020 in Tokio sind.“

Besondere Aufmerksamkeit bekamen die Brüder Jan Peter und Hannes Peckolt. Zum ersten Mal, nachdem sie vor zehn Jahren bei den olympischen Spielen im 49er die Bronzemedaille geholt hatten, saßen sie wieder zusammen im 49er. „Es war tolles Segeln auf sehr hohem Niveau. Das sehr faire Miteinander unter den Seglern war beeindruckend und wir freuen uns sehr, dass wir hier dabei sein konnten“, sagte Jan Peter Peckolt. „Der Umgang mit den Winddrehern und die Notwendigkeit, schnell die taktisch richtigen Entscheidungen zu fällen, waren eine besondere Herausforderung.“ Mit dem von Erik Heil und Thomas Plößel geliehenem Boot segelten die beiden Brüder auf Anhieb auf Platz sechs.


Jan Peter und Hannes Peckolt nahmen das letzte Mal 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking an einer Regatta teil und ersegelten Platz sechs bei der IDM der 49er; Foto: Sven Jürgensen / NRV

Es ist nicht das erste Mal, dass die Internationale Deutsche Meisterschaft der 49er in Hamburg stattfand. Bereits in 2008 ersegelte die Flotte ihren Internationalen Deutschen Meister auf der Alster.

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