Trainingslager 2010 Gardasee

Hamburg, den 18. März 2010: NRV Jugendtrainerin Sonja Krabbe berichtet über das Trainingslager der NRV Jugend am Gardasee. Insgesamt nahmen 16 Opti-Kids und neun 420er- Nachwuchssegler teil.

Die 420er-Gruppe (NRV und HSC)...

...kurz vorm Slippen!

„Wir fuhren los und es begann zu schneien…

Der Start ins Frühjahrstrainingslager am Gardasee war leider alles andere als erfreulich. Nachdem unser monströser Anhänger  „James“ mit einem Motorboot und vier 420ern beladen und verschnürt worden war und wir abends am letzten Schultag die lange Reise antreten wollten, kam der Schnee. Wie haben wir ihn doch alle vermisst! Hatte er uns gerade erst ein paar Tage verschont, sollte er uns nun die nächsten 18 Stunden bis nach Österreich begleiten. Die Hinfahrt zum Gardasee dauerte 22 Stunden (!!), da in Deutschland absolut chaotische Autobahnverhältnisse herrschten. Wir schlichen teilweise mit Tempo 30 über die Straßen und konnten in regelmäßigen Abständen LKWs und Autos im Graben zählen.

Gegen Vormittag erreichten wir Italien und die Straßen waren endlich frei. Auf den letzten Kilometern runter zum Gardasee kam sogar die Sonne zum Vorschein, welch ein Anblick!

Dieses Jahr lagen wir mit allen Booten im Circolo Vela Arco, der über ein sehr großes Clubgelände verfügt und in Fußwegweite zur Villa Stella, unserem Hotel, lag.

 Wir führten das Trainingslager zusammen mit dem HSC durch. Mit neun 420er-Teams und 16 Opti-Seglern waren wir eine recht große aber für vier Trainer noch überschaubare Gruppe.

Der erste Segeltag war Sonntag. Wir hatten bis auf die Kälte mit 3-4 Windstärken gute Segelbedingungen. Damit alle wieder aus dem Winterschlaf erwachen konnten, legten Robert, der HSC-Trainer, und ich ein Manöverviereck aus. So konnte sich jede Mannschaft in den Abläufen einspielen. Im Anschluss segelten wir noch zwei kurze Wettfahrten.

Da es in der Nachstartphase auch mal hektischer zugehen kann und die Boote sich auf unterschiedlichem Bug begegnen, hatten wir auch gleich zwei Spezialisten, die nicht voneinander ablassen konnten.  Ein großes Loch im Decksbereich sowie der Spitzname „Crash-Test-Dummies“ für zwei Segler war die Folge. Zum Glück lieh uns der Segel Club Arco einen 420er für die Beiden, so dass sie auch weiterhin segeln konnten.

Die darauf folgenden Tage herrschte wechselhaftes Wetter mit unterschiedlichen Windstärken, so dass wir einen Tag nur mit je einem 420er pro Motorboot raus fuhren, an einem anderen dafür so wenig Wind war, dass wir den Vormittag für Theorie nutzten. An den anderen Tagen segelten wir vor- und nachmittags mit einer Lunchpause zwischendurch. Abends werteten wir entweder vor oder nach dem Abendessen videounterstützt das Training aus.

Für ein reichhaltiges und leckeres Frühstück sorgte das Team der Villa Stella. Ich glaube, ich kann für alle Teilnehmer sprechen und sagen, dass es ein ausgezeichnetes Seglerhotel ist, in dem wir uns wie zu hause gefühlt haben. Wer also mal nach Torbole kommt, dem kann ich nur die Villa Stella empfehlen.

Unser Abendessen verzehrten wir wie letztes Jahr in der Pizzeria „Sottovento“, die in ganz Torbole die beste Pizza macht.

Nach sechs Trainingstagen auf dem Gardasee hatten wir am letzten Tag den Allerschönsten mit Sonne und drei Windstärken. Wir fuhren mit den Seglern lange Halbwindkurse bei Nordwind runter, kreuzten wenige hundert Meter zurück, bevor die Ora kam und die Segler wieder auf Vorwindkurs Richtung Hafen segelten.

Das anschließende Verladen klappte einwandfrei und am späten Nachmittag traten wir die Rückreise nach Hamburg an.

Abschließend kann ich festhalten, dass alle Teilnehmer ein ganzes Stück weiter gekommen sind und gut vorbereitet in die Saison starten können. Jede Mannschaft weiß, wo sie seglerisch steht und woran wir technisch und taktisch im Training noch arbeiten müssen, um sie seglerisch weiterzuentwickeln.

Recht herzlich bedanken möchte ich mich bei allen Eltern, die mitgekommen sind und uns in organisatorischen Angelegenheiten unterstützt haben. Besonders Regine Meister hat uns mit ihren italienischen Sprachkenntnissen die Kommunikation mit den Einheimischen vereinfacht.

Heute ist der der 18. März, die Sonne scheint, die Temperaturanzeige ist zweistellig und der erste Alsterdampfer ist unterwegs. Was will man mehr!“

Beste Grüße
Sonja Krabbe