"So langsam muss alles stimmen und die Arbeit an den Feinheiten beginnt."

Die deutschen 49er-Segler sind eine Klasse für sich. Keine Nation ist hier in der Weltspitze so breit aufgestellt. Beim ersten World Cup des Jahres in Miami waren allein vier deutsche Teams im Medalrace der besten TOP 10 Boote. Der Sieg ging wie berichtet an unsere Rio Jungs Erik und Tommi. Nur ein deutsches Boot wird die deutschen Farben bei der olympischen Spiele in Japan 2020 vertreten. Die Ausscheidung wird auch international beäugt, denn wer das deutsche Ticket ersegelt, geht als Medaillenkandidat für Deutschland ins Rennen. Folgend ein Bericht von unserem NRV Olympic Team Mitglied, Tim Fischer, der mit seiner WM Bronzemedaille im letzten Jahr gezeigt hat, dass mit ihm zu rechnen ist.

Tim Fischer und Fabian Graf (v.l.); Foto: Lars Wehrmann

"Nach einem sehr anstrengenden Winter sind wir nun endlich wieder am Olympiastützpunkt in Kiel. Die vielen Reisen haben uns ausgelaugt. Also mussten wir erstmal für zwei Wochen eine Segelpause machen und uns athletisch wieder aufbauen. Wir stehen nun kurz vor der Kieler Woche und hatten sehr gute Trainingseinheiten mit starken Trainingspartnern. Endlich konnten wir wieder täglich in einem geregelten Tagesablauf auf dem Wasser sein. Wir sind sehr zufrieden und sind gespannt, wie wir bei der gut besetzten Kieler Woche abschneiden werden. Die Kieler Woche ist aufgrund des ganzen Medientrubels immer eine interessante und ungewohnte Erfahrung.

Doch viel interessanter wird es nun wie wir die nächsten Monate gestalten werden. Die Olympiaqualifikation ist nicht mehr weit entfernt. Zusätzlich kommen noch vier Wochen Segeln in Japan dazu. Der letzte Worldcup auf dem Olympiarevier steht dort an. Wir werden dann nur für kurze Zeit in Deutschland sein und uns frühzeitig nach Auckland begeben. Die 168 Tage werden rum sein und wir müssen bei der Weltmeisterschaft alles geben um mit einer guten Platzierung viele Punkte für die Qualifikation zu sammeln.

Viele liebe Grüße
Tim"